Schwache Devils wieder Letzter

Die Blue Devils unterlagen am Sonntag nach einer schwachen Leistung dem EHC Klostersee mit 0:3. Goalie Daniel Huber, der hier, unterstützt von Marcel Waldowsky, gegen Jens Glombitza klärt, war einer von wenigen Weidenern in Normalform. Bild: Gebert

Die Leistung der Blue Devils passte zur Kulisse - beides war enttäuschend. Nur knapp 900 Zuschauer erlebten am Sonntag in der Hans-Schröpf-Arena einen tristen Eishockey-Abend. Nach der 0:3-Niederlage gegen den EHC Klostersee sind die Weidener wieder Letzter der Oberliga Süd.

Eigentlich wollten die Blue Devils mit einem Heimsieg gegen den EHC Klostersee einen Schritt in Richtung Platz zehn machen, der das Heimrecht in der ersten Play-down-Runde bedeutet. Stattdessen sind sie nach der 0:3 (0:1, 0:2, 0:0)-Niederlage gegen die keineswegs überzeugenden Grafinger wieder im Besitz der Roten Laterne. "Heute haben wir das einigermaßen gute Spiel in Regensburg wieder kaputt gemacht", sagte der enttäuschte Devils-Trainer Josef Hefner nach dem schwachen Auftritt seines Teams.

"Ich bin heute total unzufrieden", schimpfte Hefner in der Pressekonferenz. "Wir haben schlecht gespielt, nicht gekämpft und waren zu faul zum Laufen. Das geht gegen keinen Gegner in dieser Liga." EHC-Coach Andzejs Mitkevics erwies sich nach dem vierten Sieg gegen Weiden in dieser Saison als freundlicher Gast. Er sprach vom "erwartet schweren Spiel" und wünschte den Blue Devils viel Glück für die Play-downs. "Weiden ist nicht so schlecht, wie sie in der Tabelle stehen."

Neben den verletzten Konstantin Firsanov und Philipp Siller sowie dem erkrankten Lukas Salinger mussten die Blue Devils am Sonntag auch auf Ralf Herbst (Magen-Darm-Erkrankung) verzichten. Das Fehlen des Verteidigers machte sich nicht nur in der Defensive bemerkbar. Im Spiel nach vorne wurde mit Herbst der einzige wirklich gefährliche Distanzschütze schmerzlich vermisst. Damit fehlte auch im erneut harmlosen Powerplay der nötige Druck von der blauen Linie.

Das erste Drittel der an Höhepunkten armen Partie verlief noch ausgeglichen. Es gab nur wenige Chancen auf beiden Seiten, eine davon nutzte Valentin Scharpf in Überzahl zum 0:1 (17. Minute). Ab dem zweiten Drittel war Klostersee die dominierende Mannschaft. Grafing spielte schnell nach vorne und war spielerisch eindeutig besser. Die logische Folge war der Ausbau der Führung durch die Treffer von Tuomas Santavuori (30.) und Gennaro Hördt (39.). Zudem vergab Marcel Pfänder noch einen Penalty (31.). Die Devils waren zwar bemüht, kamen aber kaum zu torgefährlichen Aktionen. Daran änderte sich auch im Schlussdrittel nichts, so dass die Gäste den verdienten Sieg ohne Probleme ins Ziel brachten.

Freitag Derby gegen Selb

Am kommenden Wochenende sind die Blue Devils nur einmal im Einsatz, weil die Partie in Bad Tölz bereits am Dreikönigstag ausgetragen wurde. Am Freitag, 13. Februar, um 20 Uhr steigt in der Hans-Schröpf-Arena das Derby gegen den VER Selb.
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