Schwarzstorch-Beschwerde geht nicht durch

Emil Jenne aus Kirchenthumbach (Kreis Neustadt/WN) hatte einen Horst des Schwarzstorchs mit Jungen in der Nähe der Windrad-Baustelle entdeckt. Für ihn war dieses Vorkommen ein Ausschlusskriterium für den Bau der beiden Anlagen.

Landrat Richard Reisinger und die Höhere Naturschutzbehörde bei der Regierung der Oberpfalz wollten Jenne in dieser Argumentation allerdings nicht folgen und verordneten keinen Baustopp. Jenne reagierte mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde gegen zwei Mitarbeiter der Behörde und den Landrat. Die Regierung der Oberpfalz hat sie mittlerweile in allen drei Fällen als unbegründet zurückgewiesen. Das teilte deren Sprecher Joseph Karl auf AZ-Nachfrage mit. Man habe Jenne am 8. beziehungsweise 10. September mitgeteilt, dass alles unternommen worden sei, "was man tun konnte, um den Schwarzstorch zu schützen".

Für die Regierung ist laut Karl die Angelegenheit Schwarzstorch damit aber noch nicht erledigt. Man werde im Frühjahr, wenn die mittlerweile abgeflogenen Schwarzstörche in ihre Sommerquartiere zurückkommen - für gewöhnlich im April -, sehr genau beobachten, was geschehe: Ob etwa das Storchenpaar, das heuer wohl erfolgreich gebrütet habe, im nächsten Jahr wieder an diesen Brutplatz zurückkehre, ob eine Störung durch die Windräder erkennbar sei. Karl: "Das interessiert uns ja auch für zukünftige Planungen."
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2014 (9309)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.