Schweißgebadet durch die Nacht

"14 Doch davur und 14 Doch danou, o Kirwa lou niat nou" - an dieses Motto hielten sich die Kirwaleut' aus Holzhammer bei ihrem Traditionsfest, das angesichts der tropischen Temperaturen eine schweißtreibende Angelegenheit war.

In Holzhammer wird das Brauchtum noch richtig traditionell begangen. Bereits 14 Tage vorher starteten die Paare ihre Aktivitäten, als sie gemeinsam loszogen, um die Kirwa wieder auszugraben. Eine Woche vorher gingen sie auf die Suche nach einem geeigneten Baum.

Das eigentliche Kirwawochenende begann am Freitag mit dem Einweihen der Liesl. Am Samstagmorgen um 5 Uhr zogen die Burschen in den Wald, um den Baum zu fällen und ins Dorf zu bringen.

Stimmung kocht über

Nach dem Frühstück, das die Moidln vorbereitet hatten, machten sich alle ans Schmücken des Baums, der mit Hilfe der Dorfbevölkerung innerhalb kürzester Zeit aufgestellt wurde. Ab 20 Uhr spielten Die Ochsen zünftig auf. Die Stimmung kochte bald über, und das nicht nur wegen der Musik, sondern auch wegen der 30 Grad, die es um 21 Uhr immer noch hatte.

Am Sonntagmorgen trafen sich die Paare, die Schützen und die Feuerwehr am Schützenheim, um mit Begleitung der Naabtaler-Musikanten aus Wernberg zur St.-Wolfgang-Kirche zu marschieren. Pfarrer Josef Irlbacher, der den Gottesdienst zelebrierte, nahm Rücksicht auf die Kirchgänger und ließ aufgrund der Hitze die Predigt ausfallen.

Flotte Tänze

Während die Burschen am Nachmittag loszogen, um ihre Moidln zum Austanzen einzuholen, sorgte die Jugendblaskapelle Schnaittenbach für die musikalische Umrahmung des Fests.

Die Paare zeigten beim Austanzen flotte Zwiefache, Sternpolka und natürlich auch einen Walzer, bei dem Sandra Ulrich und Thomas Kummer zum neuen Oberkirwapaar gekürt wurden.

Der Montag begann wieder mit einem Gottesdienst. Der Frühschoppen und das Mittagessen, das der Schützenverein anbot, wurden sehr gut angenommen. Im Anschluss wurde der Kirwabär durch das Dorf getrieben. Abends sorgte die Band Wissma.net für einen schwungvollen Festausklang.

Baum bleibt im Ort

Ein Höhepunkt war die Verlosung. Den Baum gewann Marina Wagner aus Holzhammer, das Bimabankl ein Gast aus Neudorf. Eine Woche nach der Kirwa findet die Noukirwa statt und 14 Tage danach wird die Kirwa 2015 zu Grabe getragen.
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