Schwenkbiegemaschine in 16 Stunden: Metallbauer treten in der Handwerkskammer zur ...
Schwitzen beim Schweißen

Bohren, sägen, feilen: In drei Gruppen wurden die 52 Auszubildenden der Fachrichtung Metallbau zur praktischen Prüfung in die Handwerkskammer Weiden eingeladen. Hier legen sie - wie später vier Gruppen anderer Handwerksberufe - die Gesellenprüfung ab. Bild: R. Kreuzer
Die Metallbauer eröffnen den Reigen der Gesellenprüfungen mit dem zweiten Teil - dem praktischen Test. Ihnen folgen vier weitere Berufsbilder. Allesamt beenden mit der Prüfung ihre dreieinhalbjährige Ausbildungszeit. Dabei hat das Metallhandwerk mit 52 Prüflingen einen starken Jahrgang. Trotzdem sorgt sich der Zweig um den Nachwuchs. Denn nur mehr wenige Schulabgänger wollen ein Handwerk erlernen.

Gefordert war die erste von drei Gruppen in diesem Berufsbild mit der Herstellung einer Schwenkbiegemaschine. Die Pläne zeigten ein Standgerät, das auf einer Werkbank Platz findet. Das Material hat der Gesellenprüfungsausschuss gestellt. Die Vorgabezeit für das Biegegerät, das auf sechs Planungsseiten beschrieben war, betrug 16 Stunden. Die Prüflinge bohrten, sägten, feilten und schweißten. Es durfte kein elektrisches Hilfsmittel, außer einer Bohrmaschine, verwendet werden.

Der Prüfungsausschuss mit Fachlehrer Karl-Heinz Daubitzer, Prüfungsvorsitzendem Thomas Kick (Meisterbeisitzer) und Gesellenbeisitzer Metallbaumeister Martin Ponnath legte beim Schlusstest ein Blech in die Maschine und bog es im 90-Grad-Winkel. Bestanden. Die zweite Aufgabe drehte sich ums Thema Schließtechnik. Bei einer Rahmentüre hatten die Prüflinge einen Obertürschließer zu setzen, den Drucker und das Schloss einzustellen. Schließlich führten die Schüler ein Fachgespräch zur Fertigungstechnik und zum Werkstück. In der vorausgegangenen Theorie waren eine Funktionsanalyse und die Konstruktionstechnik für eine Eisentreppe und eine feuerhemmende Tür gefragt, dazu Kenntnisse in Wirtschafts- und Sozialkunde.

Die erste Klasse wird in der Europaberufsschule Weiden geführt, dann wechseln die Schüler in die Schule nach Wiesau. Auch sieben Schüler des Michaelswerkes in Grafenwöhr stellten sich der Prüfung. Demnächst werden in der Handwerkskammer noch 19 Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik geprüft, es folgen acht Feinwerkmechaniker, fünf Schreiner und drei Holzfachwerker mit einer Wiederholungsprüfung. Aus ganz Bayern kommen die 51 Elektroniker der Fachrichtung Automatisierungstechnik, die in die Berufsschule in Weiden gingen. Alle machen ab Februar einen Teil ihre Gesellenprüfung in der Handwerkskammer in Weiden.
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