"Seien wir optimistisch"

In der Max-Reger-Halle trafen sich Milcherzeuger und Molkerei. Mit dabei von links: BBV-Geschäftsfürer Hans Winter, Bechtel-Geschäftsführer René Guhl, Dr. Hans-Jürgen Seufferlein vom VMB, Reinhard Endres von der Milchplattform, BBV-Bezirkspräsident Franz Kustner, MEG-Vorstand Manfred Venzl, Bechtel-Geschäftsbereichsleiter Georg Müller und BBV-Kreisobmann Josef Fütterer. Bild: Dobmeier

Die Milcherzeuger stehen vor großen Herausforderungen. Die staatliche Quote wird im April abgeschafft. Die Erzeuger der Region nehmen die Veränderungen an - das wurde bei ihrer Mitgliederversammlung in der Max-Reger-Halle deutlich.

Nicht nur das Auslaufen der Quote nach 31 Jahren staatlicher Mengensteuerung beeinflusst die Märkte. Auch der niedrige Euro, der Exporte begünstigt und damit die Ausfälle durch die Russland-Sanktionen kompensiert, ist zu spüren. Das erfuhren die Mitglieder der Milcherzeugergemeinschaft (MEG) Weiden bei ihrer Versammlung.

Plattform gegründet

Vorstand Manfred Venzl erläuterte dabei auch die Gründung der "Milchplattform e. V." aus elf Milcherzeugergemeinschaften Nordbayerns am 14. Dezember 2014. Deren Ziel sei es - in Übereinstimmung mit dem EU-Kartellrecht -, Milchpreise auszutauschen. Als Vorsitzender der Milchplattform stellte sich Reinhard Endres vor. "Viele Milcherzeuger sind froh, wenn die Quotenregelung wegfällt, denn einige haben sich dabei übernommen und mussten das Geld für die Quote in den Betrieben erwirtschaften, um mehr arbeiten zu dürfen", sagte Bauernverband-Kreisobmann Josef Fütterer. Der Geschäftsführer des Verbandes der Milcherzeuger Bayern (VMB), Dr. Hans-Jürgen Seufferlein, sprach von der Preisregulierung mit der Trennung zwischen Markt und Quote. Gleichzeitig betonte er, es sei wichtig, das gute Image der Milch zu verteidigen, angesichts des Booms veganer Ernährung.

Georg Müller, Geschäftsbereichsleiter der Privatmolkerei Bechtel, erklärte, die MEG-Landwirte bekämen den zweitbesten Milchpreis Deutschlands, der im vergangenen Jahr einschließlich aller Prämien 39,72 Cent betragen habe.

Bechtel-Geschäftsführer René Guhl erläuterte die Konzentration des Unternehmens auf den Produktionsstandort Schwarzenfeld. Dies bedeute zwar Schließungen, sei aber am Ende am günstigsten für Bechtel. Die reine Produktionsfläche in der Zentrale betrage zehn Hektar, und ein neues Hochregallager unter der Regie der Firma Witron biete nach Fertigstellung 30 000 Pallettenstellplätze. In Weiden werde ein neues Logistikzentrum im Gebiet "Am Forst" gebaut.

Gut für alle

"Seien wir optimistisch in jeder Betriebsgröße", ermunterte MEG-Vorsitzender Manfred Venzl die Mitglieder. Er dankte der Bechtel für die gute und faire Zusammenarbeit. Mit einem guten Preis für hohe Qualität können Landwirte, Molkerei und Verbraucher gut leben.
Weitere Beiträge zu den Themen: März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.