Seit 1150 Kirche, seit 1825 Spotzn-Kirwa

In Rieden steht links der Vils, gegenüber der Vilsbrücke, eine Kirche, die dem heiligen Georg geweiht ist. Sie ist das älteste kirchliche Gebäude im Markt Rieden. St. Georg wurde bekanntlich als Schutzheiliger der Ritter verehrt und taucht als Kirchenheiliger bereits im 12. Jahrhundert auf. Er galt auch als Schutzpatron der Bauern.

Als Entstehungsjahr dieser Kirche wird die Zeit um 1150 (Salierzeit) vermutet. Das Langhaus enthält im Mauerwerk Teile aus romanischer Zeit, die bei der Renovierung 1980 zutage traten. Um das Kirchengebäude befand sich ein bei der Renovierung 1824/25 aufgelassener Friedhof. 1810 wurde Rieden mit allen Ortsteilen eine eigene, selbstständige Pfarrei. Die Zeit davor gehörte der Markt Rieden als Kuratbenefizium, die St.-Georgs-Kirche als Filialkirche zur Pfarrei Vilshofen.

Interessant ist auch, dass am 24. April 1825 zum Abschluss von umfangreichen Renovierungsarbeiten ein Patrozinium unter dem Namen Georgskirchweih, im Volksmund auch Spotzn-Kirwa genannt, gefeiert wurde und dieses Patroziniumsfest bis heute unter diesen Bezeichnungen an dem Wochenende um den 24. April begangen wird.
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