Seit 1995 ist Weiden auch "Fachhochschulstadt" - Seit 1241 stetige Weiterentwicklung - ...
Schon lange Handels- und Umschlagplatz

Als 1241, am 16. Juli, auf einer Urkunde König Konrad IV. die Stadt als "apud Weiden" benannt wird, ist der Grundstein für eine rasche Entwicklung der Ansiedlung zum Markt und zur "Stadt Weiden" gelegt.

Am Schnittpunkt zweier bedeutender Handelsstraßen gelegen, der "Goldenen Straße" in Ost-West-Richtung und an der "Magdeburger Straße" von Süden nach Norden, entwickelt sich der Ort schon bald zum Handels- und Umschlagplatz.

Im Jahr 1531 hat Weiden in der Oberpfalz bereits 2200 Einwohner. Zwei Stadtbrände, der Dreißigjährige Krieg und die Pest brachten allerdings Rückschläge, von denen man sich erst am Ende des 18. Jahrhunderts wieder erholte.

Prägend sollte sich der Anschluss an das Eisenbahnnetz 1863 auswirken. Glas-und Porzellanfirmen siedelten sich an. "Witt Weiden" trug ab Beginn des 20. Jahrhunderts den Namen der Stadt in die Welt hinaus.

Ihr heutiges, unverwechselbares Profil erhielt die Max-Reger-Stadt nach und nach durch die stetige Entwicklung sowohl im Innenstadtbereich als auch in den Stadtteilen, die Richtung Stadtgrenze tendieren.

Die Entwicklung zum modernen Wirtschafts- und Schulstandort war unverkennbar. Eine Fachhochschule und drei verschiedene Gymnasien unterstreichen die Bedeutung als Schulstadt und kulturelles Zentrum. Heute zählt Weiden rund 42 000 Einwohner. An Sehenswürdigkeiten sind unter anderem der Obere und der Untere Markt jeweils mit Treppengiebeln, dazwischen das alte Rathaus und die evangelische Pfarrkirche St. Michael, die katholische Pfarrkirche St. Josef, das alte Schulhaus, das Veste Haus, Stadtmauerreste, die Max-Reger-Halle, das Freizeitzentrum und viele Parkanlagen erwähnenswert. Thermenwelt, Schätzlerbad und Eisstadion sind nur einige Möglichkeiten der Freizeitgestaltung.

Der Komponist Max Reger, der hier lange Jahre seiner Schaffensperiode verbringt, verleiht der Stadt dadurch eines von mehreren Attributen mit denen sie sich schmückt. "Tor zum Oberpfälzer Wald" und seit 1995 "Fachhochschulstadt", auch diese beiden Begriffe stehen als Synonym für den zentralen Ort in der nördlichen Oberpfalz.

Zwei verheerende Stadtbrände vernichteten im 16. Jahrhundert den gotischen Stadtkern Weidens. Im Anschluss an das Inferno entstand ein langgestreckter, typisch altbayrischer Marktplatz im Renaissancestil, der auch heute noch ein unverwechselbares Kennzeichen im Ortsbild der Max-Reger-Stadt darstellt.

Weiden umfasst Höhenlagen zwischen 383 und 633 Meter über Normalnull, die höchsten Erhebungen sind der Fischerberg (633 Meter) und der Heiligdreifaltigkeitsberg (631 Meter) im östlichen Teil des Stadtgebiets. Seit einiger Zeit gehört das gesamte Stadtgebiet Weidens zum Naturpark nördlicher Oberpfälzer Wald, der darüber hinaus auch den die Stadt umschließenden Landkreis Neustadt/WN abdeckt.

Weiden war trotz Glas-, Porzellan und anderen Industrien nie eine typische Industriestadt. Allerdings verdankt sie diesen einen Großteil ihres Aufschwungs. Die Einwohnerzahl erhöhte sich dadurch zusehends. Zwischen 1945 und 1955 stieg die Einwohnerzahl weiter und vornehmlich durch den Zuzug von Flüchtlingen und Vertriebenen auf über 40 000.

Dieser Zuwachs wurde gehalten, die Wirtschaftskraft und Infrastruktur ausgebaut. Durch den Abbau der Grenze und der folgenden Vereinigung Deutschlands, aber auch durch die Öffnung der Grenze zu Tschechien der ursprüngliche Platz in der Mitte Europas wieder eingenommen. Weiden hatte nach der Öffnung der Grenzen in Richtung Osten hat Weiden überdies eine neue Zentralität im Herzen Europas. Weiden, die Max-Reger-Stadt, gilt heute als Oberzentrum der nördlichen Oberpfalz. Als Einkaufszentrum versorgt es ein großes Hinterland.
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2015 (9610)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.