Selbst ist der Rothenstädter

Schlecht war die Stimmung bei der CSU-Ortsbesichtigung nicht - trotz mancher schlechter Nachricht. So erklärte Hans Gallersdörfer (Vierter von links), dass die Stadtgärtnerei eine optimale Pflege der Anlage an der Dorflinde nicht mehr gewährleisten kann. Bild: fz

Um die Pflege der öffentlichen Anlagen kann sich die finanziell klamme Stadt nicht mehr wie gewohnt kümmern. In Rothenstadt sollen jetzt die Vereine in die Bresche springen.

Es müsste doch gelingen, dass Vereine die Patenschaft für die Pflege von kleinen öffentlichen Anlagen übernehmen: Rothenstadts Feuerwehrmann Peter Forster reagierte mit dieser Aussage auf Etatkürzungen bei der Anlagenpflege durch die Stadt Weiden. Dies tat er bei einer Ortsbegehung, zu welcher CSU-Vorsitzender, Stadtrat Markus Bäumler, eingeladen hatte.

Einiges hätten die Bürger vor Ort in den letzten Wochen an ihn herangetragen, und das gelte es aufzuarbeiten, sagte Bäumler. Da war zum einen die Dorfeiche mit dem Platz, der zu einem Hundeklo verkommen sei. Stadtgärtner Hans Gallersdörfer erklärte unmissverständlich, dass aufgrund der Personalausstattung sowohl in Rothenstadt als auch in anderen Stadtteilen eine "Optimalpflege" nicht mehr möglich sei. Rückbauen auf eine Rasenfläche sei eine Möglichkeit. Aber auch Bürger könnten die Stadt bei der Pflege solcher Flächen unterstützen. Darauf baute dann auch der Vorschlag von Peter Forster auf: Vereine könnten als Paten kleine Grünflächen betreuen. Dass man nun in vielen Bereichen zu sparen versuche, nur nicht im Rathaus selbst, prangerte Stadtrat Alois Lukas an.

Neuer Straßenbelag

Ein weiteres Problem war die Beschaffenheit der Kirchen- und Kapellenstraße. Für die Bauabteilung der Stadt meldete Marc Vierhuff Vollzug dahingehend, dass die Kirchenstraße 2015 und die Kapellenstraße ein Jahr darauf auf der Agenda stünden. Der Belag werde abgefräst, eine neue Decke aufgebracht. "Wir brauchen für die Instandhaltung aller Straßen im Stadtgebiet im Jahr zwei Millionen Euro, diese Mittel haben wir aber nicht zur Verfügung", sagte Vierhuff.

Zur Sprache kam ferner das schnelle Internet. Im großen und ganzen werde die geforderte Grenze von 30 000 MByte erreicht. Aber nicht überall. Davon konnte Markus Krapf, Inhaber der Firma Druckluft-Krapf, ein Lied singen. Gerade mal 800 MByte kämen bei ihm an, und so gehe es etwa 120 Wohneinheiten im alten Dorf. Hier gebt es nur "DSL-Light". 20 Minuten dauere bei ihm eine einfache Bauplanübertragung - das sei "Geschäftsbehinderung". Angeblich soll sich hier jedoch noch dieses Jahr etwas tun. CSU-Vorsitzender Bäumler will sich um nähere Informationen bemühen.
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