Senioren erkunden Paulanerkirche und Mariahilfberg
Apostel hinter Orgel

Wissenswertes über die Mariahilfbergkirche erzählte Martin Pflaumer (vorne). Er hatte auch die Fahrt der Seniorenkreise Pommelsbrunn und Heldmannsberg zur Paulanerkirche organisiert. Bild: fm
Kirchenschicksale aus früheren Zeiten sind immer interessant. Da tauchen oft überraschende Fakten auf. So geschehen bei der ökumenischen Fahrt der evangelischen und katholischen Seniorenkreise Pommelsbrunn und Heldmannsberg nach Amberg. Paulanerkirche und Mariahilfberg waren die Ziele.

An der Pforte der evangelisch-lutherischen Stadtkirche, zu der die Paulanerkirche im Lauf der Jahrhunderte geworden ist, empfing der frühere Pommelsbrunner Pfarrer Johann Lösche die Gruppe. Ihr schilderte er im hellen Kirchenraum die Geschichte des Baus, der nach Plänen von Dientzenhofer um 1700 begonnen und 1740 vollendet worden war. Bei der Säkularisation 1803 wurde zuerst eine Garnisonskirche, dann ein Salzlager daraus. Spenden halfen, das Gebäude 1862 zu erwerben und wieder als Kirche zu verwenden. 1988 erhielt der Raum die jetzige Form. Bemerkenswert sind die Stuckaturen im Tonnengewölbe, die lutherischen Sprüche und die umlaufende Empore. Die moderne Gestaltung mit dem Lebensbaum fängt die Blicke der Gläubigen auf. Auch das bunte Fenster mit den Aposteln Petrus und Paulus hinter den Flügeln der Orgel verdiente Aufmerksamkeit.

Mit den Pfarrern Johannes Schroll und Roland Klein ging's auf den Mariahilfberg. Nach der Kaffeepause in der "Bergwirtschaft" leitete Fahrtorganisator Martin Pflaumer die Kirchenbesichtigung. Bei einer Pestepidemie um 1633 hatten die Gläubigen die Hilfe Mariens erbeten, eine Kopie des Gnadenbilds von Lucas Cranach d. Ä. wurde in einer Kapelle aufgestellt. Ab 1696 entstand nach Plänen von Wolfgang Dientzenhofer das Gotteshaus im Barockstil, die Deckenfresken kamen von Cosmas Damian Asam. Zum Abschluss hielt Pfarrer Johannes Schroll eine Andacht mit Gebeten und Segen.
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