Senioren-Leichtathlet Schmid holt mit 4x100-Meter-Staffel in Lyon die Goldmedaille
Weiden hat einen Weltmeister

Die deutsche 4x100-Meter-Staffel mit dem Weidener Karl Schmid (Zweiter von rechts) holte sich bei der WM die Goldmedaille. Mit im Bild von links Hartmann Knorr, Gerhard Adams und Guido Müller. Bild: lst
(lst) Je älter, desto besser: Ein neuer Weltrekord ist es dieses Mal zwar nicht geworden, aber die Stadt Weiden und die SpVgg SV dürfen sich über einen Weltmeister freuen: Senioren-Leichtathlet Dr. Karl Schmid gewann bei den Titelkämpfen im französischen Lyon mit der 4x100-Meter-Staffel die Goldmedaille. Nach dem ersten Platz vor einem Jahr bei den europäischen Titelkämpfen in Izmir (Türkei), wo die Staffel den bisherigen Weltrekord um 1,31 Sekunden verbessert hatte, nun der zweite große Erfolg des M75-Athleten binnen zwölf Monaten.

"Das war erneut ein unglaubliches Erlebnis", freute sich Schmid nach seiner Rückkehr nach Weiden. Ein Erlebnis, das 716 gemeldete deutsche Leichtathletinnen und -athleten mit ihm teilten. Denn die WM in Lyon war vom Veranstalter bestens organisiert und bot perfekte Rahmenbedingungen für hervorragende Ergebnisse. Die erzielte auch der Weidener in seinen Einzeldisziplinen.

Im Weitsprung landete der SpVgg-SV-Sportler in der Altersklasse M75 mit 3,68 Metern auf dem zehnten Rang, was angesichts der großen Konkurrenz durchaus zufriedenstellend war. Es siegte hier der Este Juhan Tennasilm mit 4,38 Metern. Etwas Pech hatte Schmid schließlich bei seinem Einzelstart über die 100 Meter. Im Halbfinale kam er in 15,07 Sekunden lediglich auf den neunten Platz, ihm fehlten in der Endabrechnung nur 0,5 Sekunden zum Einzug ins Finale. Das schaffte hingegen Oswald Rogers (Trinidad/Tobago) in 15,02 Sekunden. Mit seiner erzielen Zeit wäre der Weidener im Endlauf sogar Siebter geworden, denn der Achtplatzierte Robert Lida (USA) lief lediglich 15,26 Sekunden. Gold sicherte sich hier der Deutsche Guido Müller in 13,83 Sekunden, Schmids Staffelkollege.

Für das 4x100-Meter-Team Deutschlands musste sich der Weidener vor Ort qualifizieren, was er auch schaffte. Schmid wurde als dritter Läufer eingesetzt. Hartmann Knorr, Gerhard Adams und er hatten nach drei optimalen Wechseln den Stab an Guido Müller weitergereicht, der mit großem Vorsprung in 58,48 Sekunden ins Ziel lief. Auf dem zweiten Rang landeten die USA in 1:01,12 Minuten, gefolgt von Russland in 1:01,46 Minuten. "Es verlief einfach alles optimal", freute sich Schmid nach dem Gewinn der Goldmedaille. "Die Wechsel waren ungemein wichtig, das ist uns gut gelungen", so der Weidener Weltmeister.
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