"Seugaster Nächte sind lang" - unter diesem Motto feierte das Dorf seine Kirchweih. Vier Tage lang herrschte Ausnahmezustand. Die zwölf feschen Paare sorgten mit ihren selbst gedichteten Gstanzln und Liedern sowie den Tänzen für die Höhepunkte.
Lange Nächte, turbulente Tage

Zwölf fesche Kirwapaare standen im Mittelpunkt der Seugaster Kirchweih. Bilder: ö (2)
(ö) Wie jedes Jahr begann das Fest am Freitag in der Schützenstube. Nachdem der Baum in die Kirchgasse gebracht war, stellten die Burschen und Moidln, unterstützt durch ausreichend Zielwasser, ihre Schießkünste unter Beweis und räumten stattliche Preise ab. Dann ging es zur Baumwache.

Der Samstag begann mit dem Schmücken des Baums mit Kränzen. "Hou ruck" ertönte es am Nachmittag, als die Helfer mit den Schwalben die stattliche Fichte in die Höhe stemmten. Die Rufe "Baam staiht", "Ozapft is" und "As Grillte is fertig" eröffneten nach getaner Arbeit den gemütlichen Teil des Tages. Ein Fass Bier und eine Brotzeit waren der Dank für die zahlreichen Helfer. Am Abend sorgte die Band Rundumadum im Seugaster Schützenheim für grandiose Stimmung.

Trotz schwerer Augenlider besuchten die Paare nach der durchwachten Nacht am Sonntag vollzählig den Gottesdienst, den der Seugaster Schützenchor musikalisch umrahmte. Beim anschließenden Frühschoppen im Gasthaus Hammer unterhielten die Paare die Gäste mit lustigen Liedern.

Auf blumengeschmückten Wagen holten die Burschen am Mittag ihre Moidln ab. Nach einer Schweigeminute am Zwergendenkmal begaben sich die Paare in die Kirchgasse, wo sie den Baum austanzten. Oberkirwapaar wurde, wer beim letzten Ton der Musik den herumgereichten Hut trug. Heuer dürfen sich Julia Luber und Patrick Pushard mit diesem Titel schmücken. Selbstgedichtete Gstanzln aus dem Dorfalltag, begleitet von den Hoglbouchan, sorgten für Unterhaltung. Dann gab es Kaffee und Kuchen bei strahlendem Sonnenschein und zünftiger Musik.

Auf den Wagen fuhren die Paare danach zum Sportplatz, wo sie das Spiel der ersten Mannschaft lauthals unterstützen. Am Abend sorgte der Harmonika-Franz bis in die frühen Morgenstunden für Unterhaltung.

Den Kirwamontag eröffnete ein sehr gut besuchter Frühschoppen, ehe der Kirwabär durch das Dorf getrieben wurde. Dabei tanzten die Paare noch einmal Sternpolka und Siebenschritt und sangen ihre Lieder. Bei der Versteigerung am Abend im Sportheim ging der Baum in das Nachbardorf Großschönbrunn. Zahlreiche Sachpreise wurden verlost. Mit dem Lied "Lotusblume" ließ man die erlebnisreichen Tage ausklingen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2014 (9311)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.