Sexualpädagogische Arbeit bei "Baby-Bedenkzeit" und "Eltern-Praktikum"
Von Liebe und Freundschaft

Die sexualpädagogische Arbeit ist im Themenspektrum der katholischen Beratungsstellen ein wichtiges, wenn auch begrenztes Angebot. Jugendliche können sich dabei mit Themen wie Lebensplanung und Elternschaft auseinandersetzen. "Sie sollen ein Bewusstsein dafür entwickeln, ob, wann und wie sie Eltern sein könnten", erklärt Dipl.-Sozialpädagogin Ursula Malterer.

Das Angebot richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene, aber auch an Eltern und Multiplikatoren. Für die Schüler der Fachakademie für Sozialpädagogik finden regelmäßig Informationstage statt. Mehrere Workshops zum Thema "Liebe und Freundschaft" wurden im Jahr 2014 mit 259 Personen an Schulen durchgeführt.

"Wir ermöglichen den Jugendlichen, Unsicherheit abzubauen, Sprachlosigkeit zu überwinden und sich den vielfältigen Anforderungen und Chancen einer pluralistischen Gesellschaft zu stellen. Wir bieten eine Orientierungshilfe, um Sexualität in Liebe, Partnerschaft mit Verantwortung und in Gleichberechtigung leben zu können."

Interessierte Jugendliche haben die Möglichkeit, beim Projekt "Baby-Bedenkzeit" ein "Eltern-Praktikum" mit einem Säuglingssimulator zu absolvieren. Während eines mehrtägigen Praktikums können sie lebensnah Erfahrungen mit dem Elternsein sammeln, mit all den damit verbundenen Aufgaben und Verantwortlichkeiten.

Dadurch würden Denkanstöße, Überlegungen und Gespräche möglich, die ein theoretischer Unterricht nicht erreichen könne. "Oftmals werden Freunde, aber auch Eltern und Verwandte ins Geschehen einbezogen. Gespräche in Familien können stattfinden und Generationen ins Gespräch kommen." Und: "Die Frage ,Was wäre wenn?' wird aktuell."
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