Sich selbst besser kennenlernen

Dies war die Trainer-Riege, die das 1. Weidener Coachingcafé gestaltete. So konnten alle Teilnehmer ihren ganz persönlichen Profit daraus ziehen. Sigrid Stilp (Vierte von links) lud dazu ein. Bild: Bühner

Es war ein gelungenes Experiment: das 1. Weidener Coachingcafé. Nicht nur, weil alle Plätze im Handwerkerhaus besetzt waren. Vielmehr überzeugten die positiven Reaktionen der Teilnehmer und ihre aktive Beteiligung. Sie zeigten, dass für solche Veranstaltungen großer Bedarf besteht.

(sbü) Um das eigene Ich besser kennenzulernen oder sich in der Berufswelt besser zurechtzufinden, gehen viele gleich zum Therapeuten. Bei echten psychischen Erkrankungen führt daran auch kein Weg vorbei. Doch wenn es vor allem darum geht, sich in der modernen Gesellschaft zu behaupten, Konflikte im Beruf oder der Familie zu vermeiden oder zu bewältigen, gibt es andere Hilfestellungen. Coaching ist eine der Möglichkeiten, die sich immer mehr durchsetzt.

Für Manager und Spitzensportler längst zum Muss geworden, blieb für den Normalbürger der Weg zu einem Persönlichkeits-Coach meist versperrt. Mit dem 1. Weidener Coachingcafé versuchte das Institut für Entwicklungsberatung und ihre Leiterin Sigrid Stilp den Coaching-Prozess für jedermann transparent und dadurch den Zugang dazu leichter zu machen. Dabei wurde in geselliger Atmosphäre nicht nur erklärt, was Coaching leisten kann, sondern die Teilnehmer konnten auch nach eigenen Bedürfnissen einzelne Teilbereiche oder Methoden des Verfahrens kennenlernen.

Im Leben besser bestehen

Krafttierreise, Resilienz, Kompetenzmanagement-Antreiber, HBDI-Denkstilanalyse, Personaltraining und Marketing-Coaching waren die Überschriften der Angebotspalette des Nachmittags. Dabei wurde rasch eine Gemeinsamkeit aller Ausprägungsformen des Coaching-Prozesses deutlich: Wer in diese Welt eintaucht, lernt sich selbst besser kennen und erwirbt Kompetenzen, um im Leben besser bestehen zu können.

Die Chefin selbst, Sigrid Stilp, vermittelt dabei zum Beispiel ihren Besuchern mit ihrer Kompetenzanalyse einen leicht verständlichen Werkzeugkoffer. Er hilft, eigenes Verhalten zu erklären, aber auch zu verändern. Hierzu beschrieb Stilp das "Antreiberkonzept". Es unterscheidet fünf sogenannte Antreiber-Verhaltenskategorien im Leben eines Menschen. Sie seien gleichzeitig auch Leistungsblocker, sagte die Expertin und zählt dabei "streng Dich gefälligst an", "beeil Dich", "sei perfekt", "sei stark" und "sei gefällig" auf.

Die Ausprägungen dieser verhaltensbestimmenden Faktoren seien individuell sehr unterschiedlich. Die Teilnehmer konnten deshalb anhand eines Auswertungsschemas ihr eigenes Verhaltensprofil erarbeiten. Schließlich wurde ihnen auch noch aufgezeigt, wie sie Leistungsblocker in Leistungsförderer umwandeln können.

Menschliches Verhalten stand bei allen Trainern im Mittelpunkt. So wurde zum Beispiel im Themenblock Resilienz von Stefani Rams gefragt "Was macht mich stark und widerstandsfähig, auch in schwierigen Situationen?".

Neue Muskeln helfen

Außerdem zeigten Markus Lindner und Christopher Oellerich beim Personaltraining, wie durch neue Muskeln "erlebbare und sichtbare Veränderungen" im Leben des Menschen eintreten können. Jürgen Stilp bot eine Denkstilanalyse, Heike Artmann die Krafttierreise und Matthias Ziegler das Marketing-Coaching. Letzterer hielt auch den Impulsvortrag. Die Veranstalter wollen das Coaching zukünftig drei- bis viermal im Jahr durchführen. Als nächster Termin ist 13. Juni vorgesehen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Januar 2015 (7958)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.