Sicher ist sicher

Cordula Schön vom Deutschen Verkehrssicherheitstrat stellte die Inhalte des Fahrsicherheitstrainings bei der Ortsverkehrswacht Weiden vor. Vorsitzender Heinz Kumpf dankte der Referentin für die Ausführungen. Bild: Dobmeier

Im Jahr 1970 starben noch 21 332 Menschen auf deutschen Straßen. Die Autos wurden mehr - die tödlichen Unfälle drastisch weniger. Im vergangenen Jahr waren es nur noch 3339. Für Heinz Kumpf sind das immer noch zu viel.

Angesichts dieser Bilanz soll sich keiner zurücklehnen. Kumpf, Vorsitzender der Ortsverkehrswacht Weiden, forderte zu weiterer intensiver Präventionsarbeit auf. Für ihn alarmierend: Im ersten Halbjahr 2014 habe sich die Todesrate um 9,5 Prozent auf bundesweit 1576 Personen erhöht.

Bei der Jahreshauptversammlung blickte Kumpf im Beisein von Polizeioberrat Klaus Müller und dem Leiter der städtischen Verkehrsbehörde, Markus Dippold, auf die Gründung der Deutschen Verkehrswacht 1924 in Berlin zurück. Schon die ersten Kampagnen hätten Rücksicht und Vorsicht im Straßenverkehr zum Ziel gehabt. Zu den örtlichen Aktionen 2014 zählte die Ehrung der Schulweghelfer, die zum Dank eine Ausflugsfahrt nach Karlsbad erhielten. Investiert werde in die Fahrräder des Verkehrsgartens. Aufgeklärt wurde zum Abbiegen mit dem "Toten Winkel" und zu E-Bikes und Pedelecs. Zum "Tag der offenen Justiz" demonstrierte ein Überschlagsimulator mögliche Gefahren. Dabei bedankte sich die Ortsverkehrswacht für die Unterstützung durch Bußgeldzuweisungen, welche die Arbeit finanzieren helfe. Weitere Aktionen: ein Fahrradparcours zum "Boxxenstopp", "Sicher zur Schule, sicher nach Hause" in der Hammerwegschule und Sicherheitswarnwesten für Abc-Schützen. Fortgeführt wird die Aktion "Könner durch Erfahrung" für Fahranfänger. Stefan Mädl betreut den Internetauftritt.

An der Landesversammlung in Neumarkt nahm Josef Argauer teil. Dabei gab es Informationen zu Zielen der Verkehrserziehung an Grundschulen und deren Umsetzung. Der Ortsverein trat als Ausrichter der Bezirksversammlung mit 26 oberpfälzischen Verkehrswachten auf.

Bremsmanöver lernen

Referentin Cordula Schön vom Deutschen Verkehrssicherheitstrat (DVR) stellte in der Versammlung das Fahrsicherheitstraining vor, das hilft, unvorhergesehene Situationen im Straßenverkehr zu meistern. Geschult würden unter anderem Blickführung sowie Lenkradhaltung und -führung bis hin zu Notbremsmanövern bei unterschiedlichen Straßenverhältnissen und Geschwindigkeiten. Die Berufsgenossenschaft Verkehr unterstützt unter bestimmten Voraussetzungen das Training von Mitarbeitern und gibt finanzielle Zuschüsse.
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