Sichere Halle für fünf Drohnen

Feuriger Start per Raketenantrieb. Das Kleinfluggerät für Zielortung wird dann vom Propeller in der Luft gehalten. Es erreicht Fluggeschwindigkeiten von bis zu 210 Stundenkilometern. Bild: Artilleriebataillon 131/Max Horrmann

Sie ist eine Drohne. Doch sie ist unbewaffnet. Die Militärs sprechen lieber von einem "Kleinfluggerät für Zielortung" (KZO). Fünf dieser Kleinstflugzeuge sind in der Ostmark-Kaserne stationiert. Aber die nötige Halle fehlt noch. Ebenso wie die neue Waffenkammer und einige Simulatoren, die der Ausbildung dienen und Kosten sparen.

In der Kaserne gibt es keine Klagen, keine übertriebenen Erwartungen. "Wir sind nun in dieser Liegenschaft. Was wir als Verband brauchen, das haben wir. Aber es gibt noch Anforderungen, die für ein hoch spezialisiertes Artilleriebataillon zu erfüllen sind", unterstreicht der stellvertretende Bataillonskommandeur Major Eric Schröter. Die Unterkünfte sind modernisiert. Und was noch an Einrichtungen für Gerät und Ausbildung benötigt wird, soll ja noch kommen. Wie eben die "KZO-Halle", in der die fünf Kleinfluggeräte für Zielortung" gelagert und gewartet werden können.

KZO-Einsatz in Afghanistan

Die seit Herbst 2014 in Weiden stationierten Artilleristen, zuvor in Mühlhausen/Thüringen angesiedelt, waren bundesweit der erste Verband, der im Juli 2009 die KZO beim ISAF-Einsatz in Afghanistan auf Erkundungsflug schickte. Die 3,4 Meter breite und 2,26 Meter lange Drohne kann Tag und Nacht bis zu dreieinhalb Stunden in der Luft bleiben, aufklären und auch ein bewegliches Ziel verfolgen. Dabei funkt sie permanent Video-Aufnahmen an die Basis-Station. Ihre Reichweite liegt bei 120 Kilometern.

Zwölf mal zwölf Meter groß und sieben Meter hoch soll die neue "KZO-Halle" werden. Sie muss spezielle Anforderung und Auflagen der Luftsicherheit, der Wartung und Ausbildung erfüllen. Und: Sie bleibt nicht die einzige Baustelle. Denn auch die Simulatoren, zum Beispiel für einen Geschützturm- und die Beobachter-Ausbildung, sind noch unterzubringen. Nicht zuletzt steht auch eine Waffenkammer (Bezug Ende 2016) auf der Liste der nötigen Neubauten. Bereits seit Spätherbst ist die einstige Panzerwaschanlage im Brandweiher-Gebiet generalsaniert und wieder benutzbar. "Wir sind im Plan", betont Kasernenkommandant Schröter. Saniert wird auch der ehemalige Kino-Saal, den die erste Batterie des Artilleriebataillons 131 als Lehrsaal nützen wird.

Nicht erfüllt haben sich die Hoffnungen, die Stationierung des Bataillons löse einen Schub für den Weidener Wohnungsbau aus. Jeder Soldat, der eine Wohnung suchte, sei "problemlos fündig" geworden. 320 der 657 Weidener Soldaten sind Trennungsgeldempfänger, pendeln also.

Die Bundeswehr gelte in der Region als attraktiver Arbeitgeber, unterstreicht Schröter. Dies bestätigt Oberleutnant Ronny Kühnel, Leiter des Karriereberatungsbüros der Bundeswehr in der Wörthstraße. Sein Team konnte im vergangenen Jahr über 500 Freiwillige werben. "Wir gehören damit zu den besten 4 unter den 17 Karrierebüros in Bayern."
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