"Sie gehören zu uns"

Musik, Spiele und einfach nur Spaß: Darum ging es beim Begegnungsnachmittag. Unterstützung bekamen die Organisatoren um Elena Hierold (stehend, von links) von Wolfgang Göldner und Annette Karl (beide SPD) sowie Veit Wagner (Grüne). Bilder: Kunz (2)

Am "Tag des Flüchtlings" wollen die Organisatoren Weidener und Asylbewerber zusammenbringen. Vor allem bei jungen Leuten stoßen sie damit auf Resonanz.

SPD-Stadträtin Elena Hierold öffnete am Samstag ihr Herz ganz weit für die Flüchtlinge in der Aufnahmestelle "Camp Pitman". Anlässlich des "Tags des Flüchtlings" organisierte sie zusammen mit Amnesty International, Arbeitskreis Asyl und "Voice of Refugees" im Aufnahmelager ein Begegnungsfest.

Es gab Kürbiscremesuppe, Chili und leckere Salate. Für die Gemüsespenden zeichneten örtliche Händler verantwortlich. "Die Falken" hatten Kinderspielsachen organisiert. Zum Teil nur geliehene, zum Teil aber auch welche, die die Kinder geschenkt bekamen. "Wir wollen Abwechslung in den oft langweiligen Alltag unserer Asylbewerber bringen", erklärte Hierold. Außerdem wolle sie die Begegnung mit den Bürgern forcieren. Immer mehr suchten das gemeinschaftliche Gespräch. "Vielleicht entwickelt sich auch die eine oder andere Patenschaft."

Gerade immer mehr junge Menschen - und das zeigte sich auch am Samstag - seien für die Thematik sensibilisiert. "Wir können nichts tun bei der Bewilligung der Aufenthaltsgenehmigungen, das ist Sache der Regierung." Aber man könne den Flüchtlingen den Aufenthalt erleichtern. MdL Annette Karl (SPD) begrüßte die Aktionen. "Auf diese Weise lassen sich Vorurteile abbauen und Kontakte herstellen." Karl lobte "das große Engagement der Stadt Weiden. Hier geht man mit gutem Beispiel voran". So wie die Oberpfalz überhaupt. Hier hätten 200 Asylbewerber über dem Soll Aufnahme gefunden. Im Vergleich dazu das reiche Oberbayern: Dort lebten tausend weniger als geplant. Karl fordere eine Erstaufnahmestelle in jedem Bezirk. Wenn die Türkei bereit sei, eine Million Flüchtlinge aufzunehmen, sollte Bayern wenigstens ein paar tausend Syrer aufnehmen.

Den Nachmittag unterstützte auch der SPD-Stadtverband. Wie Vize Wolfgang Göldner betonte, sei das Fest ein Zeichen, dass die Menschen aus den Krisenregionen der Welt in Weiden willkommen seien. "Wir unterstreichen damit, dass sie zu uns gehören." Dem schloss sich Grünen-Stadtrat Veit Wagner (Amnesty International) an.
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