Sind auf der Zielgeraden
Briefe an die Redaktion

Zur Diskussion um eine durchgängige Fußgängerzone und die Stadtgalerie schreibt ein Leser:

Vorschläge zur Verkehrsführung werden ähnlich aufgeregt diskutiert wie Aufstellungen beim Fußball: Auch hier ist jeder ein Experte, entweder als Autofahrer oder als Fußgänger. Dass es eine Vielzahl von Vorschlägen für die eine oder andere Lösung gibt, kann also nicht überraschen. Dessen ungeachtet liegt der Verwaltung seit 2011 das Gutachten eines Verkehrsexperten vor, aus dem nun ein Vorschlag ausgewählt wurde. Dass es einen einjährigen Probelauf geben soll, finde ich umso besser, da danach fundiert aufgrund von Erfahrungen und Fakten entschieden werden kann. Insgesamt also eine Entscheidung, die uneingeschränkt zu begrüßen ist.

Als Mitglied der Bürgerinitiative "Weiden - unsere Stadt" habe ich - wie auch der Vorstand - diese Lösung immer gewünscht, und zwar im Interesse der Stadtgalerie. Bei Entscheidungen dieser Art wird es nicht immer nur Sieger und Verlierer geben. Aber hier bin ich der Meinung, dass die Stadtgalerie und Fondara in jedem Falle profitieren werden - ebenso wie die Altstadt. Wir wünschen uns eine bestens funktionierende Galerie. Im Interesse der Bürger, der Stadt und des Investors. Sollte sich herausstellen, dass die negativen Folgen für den innerstädtischen Verkehr zu groß sind, dann muss die Stadtgalerie allerdings ohne Verkehrsberuhigung auskommen. Fondara hat bereits erklärt, dass man mit beiden Lösungen leben kann.

Betrachtet man die Diskussion um das "Center" seit 2010, so hat sich vieles ereignet, aber auch geklärt. Den ersten Entwurf von Sonae Sierra wird man heute für völlig unakzeptabel bezeichnen müssen. Dass es dazu kam, war nur aufgrund intensiver Diskussionen auf allen Ebenen und Gruppierungen möglich. Wir sind meiner Meinung nach nun auf der Zielgeraden. Auf der zurückgelegten Strecke sind viele Hindernisse ausgeräumt worden, das sollte uns auch jetzt gelingen. Nur von alleine geht in dieser Sportart nichts. Es bedarf des intensiven Gesprächs, der kritischen, aber konstruktiven Auseinandersetzung, in der die Gesprächspartner lösungsorientiert aufeinander zugehen. Das ist manchmal zum Verzweifeln, aber das ist im Leben nun einmal so. Wie sagt Oberlehrer Hans Klaffl dazu: "Pack mas o"!

Dr. Herbert KleinVorstandsmitglied"Weiden - Unsere Stadt"

"Warum schaust du weg?"

Mit den Fahrerfluchten in und um Weiden setzt sich ein Leser auseinander.

Stell dir einmal vor, es ist dein Auto, welches beschädigt, angefahren, eingedellt oder dem "nur der Außenspiegel" abrasiert wurde. Alle schauen zu und "keiner" sagt etwas, obwohl viele es gesehen haben. Aber wer will schon in etwas hineingezogen werden. Diese Unannehmlichkeiten: Kennzeichen aufschreiben, Uhrzeit vermerken, Hinterlassen einer Nachricht oder die Polizei anrufen.

Aber wehe, es ist dein Auto und alle schauen weg. Du wirst in der Versicherung hochgestuft, deine Prämie wird teurer oder, wenn du Pech hast und es ist schon öfter passiert, kündigt dir die Versicherung die Vollkasko, obwohl du nichts dafür kannst! Ist schon blöd so ein Gedanke, oder? Aber, warum schaust gerade du, ja, dich meine ich, weg?

Michl DuschnerWeiden

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