Sitzung der Verbandsräte des Wasser-Zweckverbands Bachetsfeld-Gruppe
Löcher im Leitungsnetz stopfen

Das Trinkwasser läuft und läuft - nicht nur zu den vielen Nutzern im großen Bereich der Bachetsfeld-Gruppe, sondern auch aus den Leitungslecks. Diese Verluste dämmten die Verantwortlichen heuer schon stark ein, weitere Verbesserungen sollen folgen.

Anlagen verbessern

Die Verbandsräte von sechs Kommunen aus dem westlichen Landkreis und der Stadt Sulzbach-Rosenberg trafen sich zur Arbeitssitzung im Gasthaus Laurer, vom Vorsitzenden Georg Schmid begrüßt. Das vergangene Jahr war geprägt von der ständigen Beseitigung der Löcher im Leitungsnetz und Verbesserung der technischen Anlagen. Viel Arbeit gab es bei Leitungserneuerungen in Weigendorf und Etzelwang (Dorferneuerung), Verlängerungen in Obermainshof und Fichtelbrunn sowie Austausch der Aktivkohlefilter im Betriebsgebäude Beselberg und einer Förderpumpe im Brunnen III Kutschendorf.

Für das nächste Jahr steht die neue Zuleitung vom Hochbehälter Flurberg nach Erkelsdorf mit einer Länge von etwa 1000 Metern bevor. Die Wasserversorgung des Orts über den dortigen Hochbehälter muss wegen geringen Drucks und beeinträchtigter Qualität verbessert werden. Hier kam der Planer Norbert Winter vom Büro Seuß ins Spiel, der mit diesem Fall schon länger beschäftigt ist. Einzige Möglichkeit ist die Stilllegung des alten Hochbehälters und eine neue Zuleitung vom nahen Hochbehälter her. Da die Gemeinde Neukirchen, zu der Erkelsdorf gehört, das dortige Ortsnetz schon modernisiert hat, genügt der Anschluss am westlichen Ortsrand. Weiter sind noch die Orte Haid, Pilgramshof, Ermhof und Langenfeld (von Beselberg versorgt), zu verbessern.

Für Erkelsdorf liegt bereits die Entwurfsplanung vor. Ausführungsplan, Leistungsverzeichnisse und Ausschreibung, dies alles soll im Lauf des Jahres 2015 erfolgen, um 2016 die Leitung bauen zu können.

Ein rechtliches Problem sprach Georg Schmid mit dem Hinweis auf die wasserrechtliche Erlaubnis bis Ende 2017 an. Das Wasserwirtschaftsamt fordert Verminderung der Wasserverluste im Netz. Im Raum steht auch die Handhabung bei Baustellenversorgung und Gartenwasser. Bei ersterem gibt es die Möglichkeiten von Zähler und Pauschale; dies muss der Bauherr entscheiden. Bei Gartenwasser ist auch ein Zählereinbau möglich, aber oft nicht rentabel. Zur Kosteneinsparung hat man einige Wartungsverträge der technischen Anlagen gekündigt und dies in Eigenregie übernommen.

Schutzgebiet steht fest

Das Wasserschutzgebiet um die beiden Brunnen Beselberg und Kutschendorf steht nach langem Ringen mit dem Wasserwirtschaftsamt und weiteren Behörden fest. Deshalb ist es möglich, den betroffenen Landwirten für die eingeschränkte Nutzung die Entschädigungsbeträge auszuzahlen.

Für Diskussionsstoff sorgte der Hinweis von Gerhard Pirner auf die Regenwassernutzung im Toilettenbereich privater Haushalte. Für diese sind eine Genehmigung und eigene Zähler erforderlich sowie strikte Trennung vom Wassernetz. "Wer dies unterlässt, handelt illegal". Walter Kempf widersprach insoweit, dass dieses Problem mehr die Abwasserabgabe betrifft, sofern keine Zähler eingebaut sind.
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