Soldatenbund freut sich über Zwischenlösung für wertvollen Fundus
Alte Fahnen im Neuen Rathaus

Diese Fahne der 7er-Kameradschaft ist aus dem Jahr 1914 und zwischen 10 000 und 20 000 Euro wert. Bild: hcz
Es gibt eine Zwischenlösung für die Lagerung der kostbaren Fahnen des Soldatenbundes, erklärt Baudezernent Hansjörg Bohm in der Stadtratssitzung: Sie können kurzfristig im Rathaus untergebracht werden. Doch das ist dann auch schon das Ende der Fahnenstange: Sogenannte Traditionsräume auf Dauer, wie sie SPD und CSU in einem gemeinsamen Antrag forderten, sind noch nicht gefunden.

"So erfreulich finde ich deshalb den Bericht der Verwaltung nicht", sagt Alois Schinabeck. Der SPD-Stadtrat erklärt die Hintergründe: Nötig sei die Suche nach einer neuen Fahnenkammer, weil der Soldatenbund seine einstige Heimat in einem Haus der Stadt verloren hat. Der Grund: Die Stadt verkaufte das Haus. "Der neue Besitzer macht Wohnungen daraus. Den Mietpreis dafür kann sich der Soldatenbund nicht leisten", sagt Schinabeck und schlägt vor, den frei werdenden Platz in manchen Grundschulen als Fahnenkammer zu nutzen.

Die Idee gefällt auch Alois Lukas. Der CSU-Stadtrat verweist aber auf "bereits leere Räume in vielen Schulen". Seien diese leicht temperiert, sollten sie die aus sehr alten Beständen stammenden und restaurierten Fahnen, die bis zu 20 000 Euro wert sind, beherbergen. Eine Präsentationsmöglichkeit in Vitrinen wäre schön. "Ich danke für die Zwischenlösung, wünsche mir aber, dass zeitnah eine auf Dauer gefunden wird."
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