"Sonic Force" & Co. bieten viel Musik für wenig Zuhörer
Guerilla-Gig

Vor allem laut, aber auch gut war sie beim "Live Stage": Die Band "Sonic Force" aus Nürnberg mit ihrem Sänger Daniel und Schlagzeuger Manuel. Bild: Kunz
"Sonic Force" beginnen rockig-fetzig und enden mit einem ohrenbetäubenden Drum-Solo. Es ist die reinste Soundlawine, die auf die Zuhörer niedergeht. Kein Abend für Feuerzeugromantiker. Die Band hält ihr Publikum auf Abstand. Wer der "Live Stage" im "Parapluie" zu nahe kommt, wird vom Phonsturm des Gitarrengewitters weggefegt.

Ja, was spielen die denn, die drei aus Nürnberg? Grunge und Stoner Rock. Früher hätte man das als Underground bezeichnet. Auf jeden Fall ist es erstklassige Mucke. Eigengestrickt, recht authentisch und vor allem hörschadentauglich. Dabei technisch herrlich brillant gespielt. Ein echter Guerilla-Gig. Leider bekommen das nur wenige Fans mit. Das Konzert hätte mehr Zuhörer verdient. Die Band sucht händeringend einen Bassisten. Gerüchten zufolge hat sich ihr alter aus dem Staub gemacht. Dabei kommt die Dreimann-Combo im Bann der beiden Lead-Gitarren ganz gut ohne Basslinien aus.

Ein hypnotisches Gebräu aus flirrenden Gitarren, pulsierenden Rhythmen und aggressiven Adrenalinschüben liefern auch "Mother Mountain", eine Stoner-, Sludge- und Doom-Combo aus dem Großraum Nürnberg-Erlangen. Die beiden Bands kennen sich, touren oft gemeinsam. Entsprechend ähnelt sich der Lärmpegel. Eine sehr intensive Erfahrung für das Publikum, das lernt, beim nächsten "Live Stage"-Besuch unbedingt Ohrstöpsel mitzubringen. Nichtsdestotrotz: Auch "Mother Mountain" überraschen neben dem Posingspiel der beiden Gitarristen mit eigenem Material.
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