Sorgen bei den Blue Devils

Konstantin Firsanov (vorne, im blauen Trikot), der hier bei der Derbyniederlage gegen Regensburg seinen Treffer zum 2:3 bejubelt, fehlt am Wochenende wegen einer Erkrankung. Er ist aber in den Partien am Freitag gegen Deggendorf und am Sonntag in Füssen nicht der einzige Ausfall bei den Blue Devils. Bild: Gebert

Verteidiger Marius Pöpel gibt sein Debüt, das ist allerdings der einzige Grund zur Freude bei den Blue Devils. Trainer Fred Carroll klagt vor den beiden Partien am Wochenende über große Personalprobleme.

Nach dem ersten Null-Punkte-Wochenende stehen die Blue Devils (9./6 Punkte) unter Zugzwang, um den Kontakt zu den Play-off-Plätzen - momentan drei Zähler Rückstand - nicht frühzeitig abreißen zu lassen. Die Vorzeichen vor den Spielen am Freitag, 17. Oktober, um 20 Uhr gegen Deggendorf Fire (4./11) sowie am Sonntag, 19. Oktober, Beginn 18 Uhr, beim EV Füssen (12./2) sind aber nicht gut. "Mir stehen neben den beiden Torhütern gerade einmal sechs Verteidiger und acht Stürmer zur Verfügung", erklärte Fred Carroll vor dem Abschlusstraining am Donnerstagabend.

Die zuletzt erkrankt fehlenden Vladimir Nikiforov und Patrick Schadt sind zwar wieder an Bord, dafür hat es jetzt Konstantin Firsanov und Lukas Salinger erwischt. Zudem fällt am Freitag Kapitän Florian Zellner aus beruflichen Gründen aus und Marco Pronath muss wegen einer Fingerverletzung wohl mindestens zwei Wochen pausieren. "Wir werden mit zwei Mittel- und sechs Außenstürmern spielen", kündigte Carroll Zusatzschichten für die Center an.

Neuzugang Marius Pöpel (siehe Bericht im Kasten) wird zusammen mit Ludwig Synowiec das dritte Abwehrpärchen bilden. Fred Carroll kennt den 24-Jährigen, den er beim EC Bad Nauheim schon ein Jahr unter seinen Fittichen hatte. "Er ist ein solider Verteidiger, genau das, was wir brauchen", erklärte der Coach.

Angesichts der Personalsorgen fordert Carroll mehr denn je Disziplin von seinen Spielern. "Wir müssen von der Strafbank wegbleiben. Unser Kader ist dünn und das Unterzahlspiel kostet viel Kraft", sagt der Deutsch-Kanadier, der außerdem weiß, dass die Blue Devils momentan die schwächste Unterzahl-Mannschaft der Oberliga Süd sind.

Fire mit Whitecotton

Deggendorf Fire, im Vorjahr mit Weiden, Regensburg und Schweinfurt in den Play-downs, reist nach drei Siegen in Folge selbstbewusst in die Oberpfalz. "Eine schwer zu schlagende Mannschaft mit guten Einzelspielern", lobt Fred Carroll den Gegner, der in dieser Saison offensichtlich eine bessere Rolle spielen wird. Zu den herausragenden Individualisten im Team von Trainer Klaus Feistl gehören unter anderem Ex-Nationalspieler Jan Benda, der Slowake Stanislav Fatyka (Neuzugang vom DEL-2-Club Bremerhaven) und einer der sich in der Zweitliga-Saison 2003/04 in die Herzen der Weidener Fans gespielt hatte: Der Kanadier Dustin Whitecotton, der fünf Jahre für die Straubing Tigers in der DEL am Puck war.

Im ersten Heimspiel fegten die Blue Devils Schlusslicht EV Füssen mit 9:3 vom Eis. Fred Carroll warnt aber davor, die Allgäuer an diesem klaren Ergebnis und am Tabellenstand zu messen. Der Traditionsverein feierte am vergangenen Sonntag in Erding mit 2:1 nach Penaltyschießen seinen ersten Saisonsieg. Zudem fielen zwei der drei Heimniederlagen knapp aus - 2:3 gegen Freiburg und 3:4 gegen Deggendorf.

Blue Devils Weiden: Huber, Engmann -Herbst, Gejerhos, Willaschek, Ehmann, Synowiec. Pöpel - Voakes, Jirik, Waldowsky, Schadt, Holzmann, Nikiforov, Schopper, Kirchberger, Zellner (nur Sonntag)
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