Sozial sehr engagiert

Eine Frau mit großen sozialen Verdiensten feierte 75. Geburtstag (von links): stellvertretender AWO-Kreisvorsitzender Richard Gassner, die Jubilarin Ursula Rähr, Anita Simon vom BRK-Kreisverband Amberg-Sulzbach und Bürgermeister Franz Birkl. Bild: gf

Ihr soziales und politisches Engagement ist nach wie vor vorbildlich. Daher gaben sich an ihrem 75. Geburtstag die Besucher die Türklinke in die Hand, um Ursula Rähr die besten Glückwünsche persönlich zu überbringen.

Zur Welt kam die Jubilarin 1940 in Sandau im Sudetenland. Im April 1946 ordneten die Tschechen an, dass jeder um 6.45 Uhr mit höchstens 40 Kilogramm persönlichem Gepäck anzutreten habe. Dann wurde Ursula Rähr zusammen mit ihren Eltern und Großeltern in das Lager Böhmisch Laibach gebracht. Nach einigen Wochen kam die Familie im Lager Schwabach an. Sie wurde bei Bauern in der Nähe einquartiert, bevor sie im Ortsteil Luitpoldhöhe eine feste Bleibe fand, ebenso wie Metallfacharbeiter aus Sandau, die willkommene Arbeitskräfte in der Luitpoldhütte waren.

Ursula Rähr lernte nach der Schule den Beruf der Industriekaufmannsgehilfin. Bei einem Treffen der SPD-Jugendorganisation Falken lernte sie den Kfz-Elektrikermeister Rudolf Rähr kennen, den sie 1964 in der Gemeindekanzlei in Witzlhof heiratete. Zwei Kinder kamen zur Welt, zwei Enkelkinder gehören heute zur Familie. 25 Jahre war Rähr als Angestellte bei der Gemeine Poppenricht beschäftigt, 1999 ging sie in Rente.

Mehr als 50 Jahre ist die Jubilarin SPD-Mitglied, arbeitete im Ortsverband Traßlberg mit. Bei der Arbeiterwohlfahrt (AWO) war sie Schatzmeisterin und Mitglied des Bezirksvorstands. Das AWO-Café in Traßlberg, einen lockeren Seniorentreff, hat sie ins Leben gerufen und betreut. Die AWO ehrte sie vor Jahren schon mit der goldenen Verdienstspange. Beim Bayerischen Roten Kreuz, dem sie über 55 Jahre lang angehört, war Ursula Rähr Bereitschaftsleiterin. Nach wie vor hilft sie mit, wenn das BRK zum Blutspenden aufruft. Die Nachbarschaftshilfe der Gemeinde Poppenricht liegt ihr am Herzen, ebenso das AOVE-Projekt "Alt werden zu Hause". Wenn ihr das ehrenamtliche Engagement Zeit lässt, ist Rähr mit dem Wanderverein unterwegs. Rudi Rähr war bei den Segelfliegern, Ursula Rähr hält immer noch Kontakt, außerdem gehört sie dem örtlichen Gesangsverein an. Nun war bei ihr quasi "Tag der offenen Tür", so zahlreich kamen die Gratulanten.

Für die Gemeinde Poppenricht überbrachte Bürgermeister Franz Birkl die Glückwünsche, für die Arbeiterwohlfahrt deren stellvertretender Kreisvorsitzender Richard Gassner. Der BRK-Kreisverband war durch die Leiterin Soziale Dienste Anita Simon vertreten.
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