Sozialverband: Winfried Prem berichtet über sein Leben
Abbruchpionier schreibt Geschichte

Winfried Prem (links) überreichte nach seinem Vortrag beim VdK Weiden-Nord an stellvertretenden Vorsitzenden Bernhard Messerer ein Stück der Berliner Mauer samt Zertifikat. Bild: Dobmeier
"Sie kommen aus Bayern und möchten hier Fuß fassen? Keine Chance", erwiderte ein Berliner Senator, als Abbruchunternehmer Winfried Prem sich 1987 um den Abriss des Berliner Gefängnisses Spandau bewarb. "Ich komme wieder mit meiner Gerätschaft", erwiderte Prem. Und behielt Recht. Auf Einladung des VdK Nord begrüßte stellvertretender Vorsitzender Bernhard Messerer den 65-Jährigen gebürtigen Waidhauser, der seit über 40 Jahren in Muglhof lebt. Prem berichtete dem Sozialverband, wie es dazu kam, dass er tatsächlich nach Berlin zurückkehrte - und die Mauer abriss (wir berichteten).

Besuch vom Prinzen

Prem hatte bei seinem damaligen Berlin-Besuch nämlich auch bei DDR-Beamten vorgesprochen. Als kurz darauf die Mauer tatsächlich weg musste, erinnerten die sich an den Oberpfälzer, der dann den Auftrag zum Abriss erhielt. Selbst Prinz Charles besuchte Prems Baustelle damals. Weniger glanzvoll verlief es indes in der Heimat. Durch Zahlungsausfälle bei lokalen Aufträgen und Pech sei die Insolvenz gekommen. Unterkriegen lässt sich Prem davon aber nicht. Dem Vollblutmusiker, früher bekannt durch die "Fellows" und heute als Alleinunterhalter, macht die Musik weiter große Freude. Das demonstrierte er auch den VdK-Gästen am Keyboard, wofür es reichlich Applaus gab.

Messerer wies noch auf den Vortrag von Peter Gaach zur Landwirtschaft im Maria-Seltmann-Haus beim VdK Nord am 27. Juli hin. Am 21. Oktober findet eine Busfahrt zu MdL Anette Karl ins Maximilianeum nach München statt. Anmeldung dazu bis 15. Juni erbeten.
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