Spaßanrufer: Schule kennt sie

Eine Schule in Weiden gab den entscheidenden Tipp, der zu den Möchtegern-Spaßvögeln führte. Nun steht fest: Es waren drei Kinder im Alter von acht und neun Jahren, die in den vergangenen Wochen, zuletzt am Montag, 24. November, an einer Telefonsäule in der Königsberger Straße einen Notruf ohne Not abgesetzt hatten. Für diesen und vier weitere Missbräuche - immer rückten die Einsatzkräfte zu dem vermeintlichen Brandort aus - können die Grundschüler wegen ihres jungen Alters aber nicht strafrechtlich belangt werden. Allerdings hat sich der Sachbearbeiter, Oberkommissar Willi Fritz, in Abstimmung mit der Schule etwas einfallen lassen: Die Kinder sollen in einem Aufsatz ihr Tun kritisch reflektieren. Erledigt hat sich die Problematik aber noch nicht.

Insgesamt liefen in den vergangenen Wochen von der Telefonsäule in der Königsberger Straße nicht nur 5 sondern 27 "Spaß-Notrufe" bei der Integrierten Leitstelle auf. Das kann teuer werden, betont die Polizei. Denn die Einsatzkosten müssen vom "Spaßvogel" getragen werden. Oder von dessen Eltern - wenn sie die Aufsichtspflicht verletzt haben.
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