SPD-Abgeordnete Annette Karl setzt sich für die Einrichtung ein
Runder Tisch fürs Keramikmuseum

Damit Museumsleiterin Stefanie Dietz weiter antike Schätze in Weiden präsentieren kann, setzen sich (von links) Jürgen Prüll und Konstantin Thomas vom Förderverein "Die Keramischen" sowie MdL Annette Karl für den Erhalt des Keramikmuseums ein. Bild: Huber

Für Konstantin Thomas ist klar: "Auch über 2017 hinaus muss und wird es das Keramikmuseum noch geben." Und um dies zu erreichen, versucht der Vorsitzende der "Keramischen", wie die Freunde des Keramikmuseums heißen, viele Unterstützer um sich zu scharen. Mit der SPD-Landtagsabgeordneten Annette Karl hat er am Montag eine weitere Fürsprecherin gewonnen.

"Das Museum ist für die ganze Region und nicht nur für Weiden wichtig", sagte die Politikerin bei dem Pressegespräch. Sie schlug vor, einen Runden Tisch einzusetzen, um ein neues Finanzkonzept zu entwickeln. Daran Platz nehmen sollten die Stadt Weiden, das Kultusministerium und die Museumsleitung. "Ich bin sicher, dass wir hier eine Lösung finden. Beim Landestheater Oberpfalz hat es ja damals auch funktioniert."

2017 läuft der Vertrag zwischen Freistaat und Stadt aus. Die baulichen Kosten, die Kosten für Personal, Betrieb und Bewirtschaftung des Zweigmuseums bestreite bis dahin noch Weiden. Angesichts der Haushaltslage ist danach ein neues Finanzierungsmodell nötig. Karl verwies darauf, dass ein Oberzentrum ein angemessenes Kulturangebot vorhalten sollte. "Dies ist auch im Sinne der gleichwertigen Lebensverhältnisse." Zudem gelte das Keramikmuseum nach Auskunft des Staatsministeriums als Vorzeigeprojekt für die bayerischen Zweigmuseen.

"Unser Museum hat Zukunft. Alle Verantwortungsträger sind daran interessiert, es zu erhalten", erklärte Thomas. Für die neue Finanzierung sei man letztendlich auf den Freistaat angewiesen. Zudem schlug er vor, die Schulen und die Wirtschaft mit einzubeziehen.

Die "Keramischen" wollen dafür sorgen, dass die Einrichtung wieder mehr Aufmerksamkeit bekommt. Durch die Sparzwänge der Stadt sei das Museums-Budget in den vergangenen zehn Jahren fast halbiert worden. Darunter habe auch die Werbung gelitten. 2015, zum 25-jährigen Jubiläum des Keramikmuseums, "wollen wir nun verstärkt an die Öffentlichkeit". Helfen sollen dabei zusätzliche Veranstaltungen. Da trifft es sich gut, dass alle sechs staatlichen Museen Ausstellungen für das Jubiläum in Weiden zugesagt haben.
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