SPD-Abgeordneter Uli Grötsch appelliert bei KAB für Verbleib in Euro-Zone - Entlastung für ...
Zukunft Griechenlands geht alle an

Einen Bericht über das, was die Bundespolitik bewegt, gab Abgeordneter Uli Grötsch (Mitte). Dafür dankten im Namen der KAB Hermann Stadler und Daniela Ernstberger. Bild: R. Kreuzer
Mal sind es die kleinen Themen vor Ort. Mal sind es Themen, die ganz Europa bewegen. Beim KAB-Kreisverband hat beides Platz. Jüngst war es die Zukunft Griechenlands, um die es unter anderem ging, als SPD-Bundestagsabgeordneter Uli Grötsch zum wiederholten Male bei der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung sprach.

Warnung vor Zerfall

"Für mich ist es wichtig, dass Griechenland im Euro bleibt und ein Zerfallen der Euro-Zone verhindert wird. Das sollte unser aller gemeinsames Anliegen sein", appellierte Grötsch. Gleichwohl gab er sich skeptisch, ob Griechenland mit den getroffenen Vereinbarungen wieder auf die Beine kommen könne. "Das vereinbarte Programm enthält weiterhin dramatische Kürzungen und zu wenig Wachstumsimpulse. Ich hoffe darauf, dass man sich in der EU und in der Euro-Zone auf weitere Investitionen verständigt, um die Abwärtsspirale zu beenden."

Eine weitere wichtige Aufgabe des Bundes sei die Flüchtlingspolitik. Die SPD setze sich dafür ein, dass der Bund die Kosten für die Flüchtlinge zu 100 Prozent übernehme. "In den Kommunen wird zum großen Teil sehr gute Integrationsarbeit geleistet. Wir dürfen die Kommunen aber nicht auf den Kosten sitzen lassen", sagte der Abgeordnete.

In der anschließenden Diskussion spielten insbesondere die Themen Familien- und Rentenpolitik eine große Rolle. Grötsch berichtete von Projekten der Familienministerin Manuela Schwesig, die das "Elterngeld plus" eingeführt habe und beim Kita-Ausbau den nächsten Schritt machen wolle. "Das ist die sozialdemokratische Form einer modernen Familienpolitik, damit Familie und Beruf besser vereinbar werden."

Lob und Forderung

KAB-Kreisvorsitzender Hermann Stadler lobte die Einführung der sogenannten "Mütterrente" und der "Rente mit 63". Dennoch gebe es in der Rentenpolitik noch einiges zu tun. Insbesondere die vollständige Gleichstellung der Erziehungszeiten war den anwesenden KAB-Mitgliedern ein Anliegen.
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