SPD-Bundestagsabgeordnete befürworten Elektrifizierung Hof-Regensburg
"Strom bringt auch Vorteile"

Marianne Schieder (SPD). Bild: wsb
(räd) Die SPD-Landesgruppe im Bundestag will sich für die Elektrifizierung der Bahnstrecke Hof-Regensburg stark machen. Bei einem Redaktionsgespräch mit unserer Zeitung unterstrich die Wernberger Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder die Bedeutung der bald anstehenden Öffentlichkeitsbeteiligung.

"Die Gegner bringen sich lautstark ein", stellte sie fest. Wichtig sei aber auch, die Vorteile zu sehen. "Wir müssen die Chancen deutlich machen." Schieder kündigte aber auch, sich für die Elektrifizierung der Strecke Nürnberg-Schwandorf-Furth im Wald stark machen zu wollen. "Das hat für uns auch Priorität. Wir würden aber die Leute anlügen, wenn diese Strecke die selbe Priorität hätte wie Regensburg-Hof", erklärte Schieder. Die Notwendigkeit bestätigte auch der Nürnberger Abgeordnete und Sprecher der Landesgruppe, Martin Burkert. Die Deutsche Bahn selbst stehe hinter diesem 260-Millionen-Euro-Projekt. Befürchtungen von Anliegern, der Ausbau könnte zu einer höheren Lärmbelastung führen, versuchte er zu zerstreuen. Die bis 2022 verpflichtende Einführung von lärmarmen Güterwaggons und niedrigere Lärmgrenzwerte auch für Ausbaustrecken führen laut Burkert zu einer "doppelten Halbierung des Lärms".

Die Elektrifizierung der Strecke soll in den neuen Bundesverkehrswegeplan aufgenommen werden. Wie Burkert betonte, werde es dann kein Gießkannenprinzip mehr geben. Ob es Geld für ein Projekt gibt, hänge künftig vielmehr davon ab, ob klar definierte Kriterien erfüllt werden. Skeptisch zeigte er sich vor diesem Hintergrund, dass etwa alle 365 aus Bayern gemeldeten Straßenvorhaben aufgenommen werden könnten.
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