SPD Lerchenfeld-Stockerhut besucht Brauerei - Bier bis Russland und Macerata exportiert
Genossen genießen Gambrinus

Süffiger Ortstermin: Die SPD Lerchenfeld-Stockerhut schaute sich auf Einladung von Vorsitzendem Ralf Moser (Zweiter von links) bei Gambrinus um. Alles Wichtige zur Brauerei erläuterte Heiner Nachtmann (rechts). Bild: Kunz
Es dauert noch ein wenig, aber wer schon mal planen will: In zwölf Jahren wird es ein großes Fest in der Keplerstraße geben. Gambrinus feiert dann sein 100-Jähriges. 1927 hatte Georg Pfab hier die Brauerei gegründet. Als Vorlage diente ihm ein 70 Meter tiefer Brunnen. "Den wollte uns die Stadt schließen", berichtet nun Brauer Heiner Nachtmann. Aber die Anschläge vom 11. September 2001 leiteten ein Umdenken ein: Es sei allemal besser, einen Brunnen mit tadellosem Wasser in der Hinterhand zu haben, sollten die anderen städtischen Brunnen einem Terrorakt zum Opfer fallen. Das - und noch mehr - erfuhr die SPD Lerchenfeld-Stockerhut bei einem Brauereibesuch.

Lastwägen im Dauereinsatz

Täglich seien acht Lkw-Ladungen Bier in Weiden und Umgebung unterwegs. Gambrinus-Bier werde aber auch bis Russland und nach Macerata exportiert. Neben den Fahrern beschäftige die Brauerei zehn Mitarbeiter, erläuterte Nachtmann, der seit 1979 dabei ist. Mit Staunen reagierte die SPD auch auf die Sudkammern, die 107 Hektoliter fassten und aus denen während des Kochens 700 Liter verdampften. Die Flaschenspülanlage habe 800 000 Euro gekostet und sei je nach Jahreszeit acht bis elf Stunden im Einsatz, so Nachtmann weiter. Sie bewältige 10 000 Flaschen stündlich. Von der Gärung bis zum Abfüllen dauere die Bierzubereitung sechs Wochen. Der Name Gambrinus komme wohl von einem belgischen König gleichen Namens, der angeblich das Bierbrauen erfunden hat.

Im Kellergeschoss erklärte Nachtmann den Besuchern die Methode des früheren Proben-Hahns, mit dessen Hilfe der Braumeister den Biergeschmack testete. Weil man den Hahn früher zum Öffnen zwischen zwei Bretter gezwickt habe, wurde das Probenbier später "Zwickel" genannt. Und "Zwickel" sei nichts anderes als der "Zoigl". Den Unterschied zwischen Brauereibier und Zoiglbier verglich Nachtmann mit Großschlachterei und Hausschlachtung. Beide seien gut. Eingeladen zur Führung hatte Ortsvorsitzender Ralf Moser.
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