SPD-Stadtverband vergibt ihren Sozialpreis ans "Netzwerk Asyl" - "Bürgerschaftliches Engagement ...
Freunde nehmen Flüchtlinge fest in den Fokus

Seit 2008 verleiht die Weidener SPD den Sozialpreis. Bisherige Preisträger waren Kinder- oder Seniorenbetreuer, eine Schülergruppe des Kepler-Gymnasiums, der Verein Dornrose oder der Besuchsdienst im Klinikum. Mit der diesjährigen, inzwischen siebten Preisverleihung, ehrten die Genossen das "Netzwerk Asyl" und damit "reine Ehrenamtlichkeit und bürgerschaftliches Engagement par excellence". So umriss der Initiator und Stifter des Preises, Stadtrat Dr. Matthias Loew, am Montagabend im "Cafe Mitte" die Auszeichnung.

Das Netzwerk Asyl sei ein loser Kreis von engagierten Freiwilligen, der sich für die in Weiden lebenden Flüchtlinge und Asylanten einsetzt. Weil sich zum einen die ersten Interessenten erst im Dezember 2014 erstmals zusammengefunden hätten und im Januar ein erstes großes Informationstreffen im Pfarrheim St. Josef stattgefunden habe, sich aber das Thema Asyl schon als großes Thema der näheren Zukunft kristallisiert habe, musste die Preisverleihung im letzten Jahr auf heuer verschoben werden.

Inzwischen gab es schon ein zweites Treffen des Netzwerkes Asyl und es haben sich einzelne Arbeitsgruppen mit unterschiedlichen Aufgabenstellungen gebildet. Die Preisverleihung für das Jahr 2014 eröffne den Fokus auf eine neue Bevölkerungsgruppe, betonte Dr. Loew. Laudator Stadtpfarrer Markus Schmid von St. Josef erinnerte an "eigene, tolle Erfahrungen" mit Flüchtlingen.

"Es kommt oft mehr zurück, als man gibt", sagte er. Natürlich seien Probleme vorprogrammiert. So etwa, wenn unterschiedliche Kulturen auf derselben Etage untergebracht seien. "Das bringt auch Schwierigkeiten." So wie das Netzwerk Asyl arbeite, so stelle man sich Kirche vor. Schließlich bedeute das griechische Wort für Kirche, "Eklesia", so viel, wie die Heraus- oder die Zusammengerufenen.

Idealbild einer Stadt

"Ob ich katholisch oder evangelisch bin, ist hier letztlich unwichtig." Die Stärke der Stadt Weiden seien ihre engagierten Bürger, erklärte SPD-Stadtverbandsvorsitzender Norbert Freundorfer, der vom "Idealbild seiner Stadt" sprach.

Grünen-Stadtrat Veit Wagner und Pfarrer Hans-Peter Pauckstadt-Künkler stellten kurz das Netzwerk vor. Dr. Loew, Freundorfer und stellvertretender SPD-Stadtverbandsvorsitzender Herbert Schmid überreichten die Urkunde an Manfred Weiß, der im Netzwerk für die Paten zuständig ist, und an Ingo Lachmann, der sich um die Sachspenden kümmert.

Weitere Interessenten können sich unter ev.pfarramt.rothenstadt@t-online.de melden.
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