SPD vor Ort - Anwohner sehen Handlungsbedarf - Lob für Lärmschutzwand
Neubau: gefährliche Fabrikruine

Die weniger schöne Seite von Neubau: Seit 1964 ist die Glasfabrik schon nicht mehr in Betrieb. Anwohner sorgen sich um Einsturzgefahr der Schlöte. Bild: uz
Weiden. (uz) Der lärmmindernde Belag in Verbindung mit der Lärmschutzwand hat für Beruhigung im "Neubau" gesorgt. "Der Lärm kommt jetzt nur noch vom Süden her", stellten die Anwohner am Donnerstagnachmittag bei einer Ortsbegehung der SPD-Rothenstadt fest. Außer bei Regen. Zuletzt waren die Genossen 2012 mit ihrem damaligen MdB Werner Schieder vor Ort.

Der hatte sich ein Bild von der Situation verschafft, wie sie sich vor der Asphaltierung und der Errichtung der Lärmschutzwand stellte, und sich daraufhin in einem Schreiben über die Belange der Anwohner an die Autobahndirektion Nordbayern gewandt. Bei der Ortsbegehung wurde allerdings an die Stadträte die Bitte herangetragen, dass die Tempo-120-Zone noch einige Kilometer über die Ein- und Ausfahrt Weiden-Süd hinaus verlängert werden sollte. Stadträtin Gabriele Laurich versprach, das Anliegen an MdB Uli Grötsch weiterzuleiten.

Ein weiterer Diskussionspunkt war das alte Fabrikgebäude im Sprengel. Das hatte bis 1964 als Glasfabrik gedient und werde heute nur noch von einigen wenigen Firmen genutzt. Die Anwohner äußerten ihre Bedenken, der Kamin könne einstürzen. Außerdem sei das Gebäude ihrer Ansicht nach baufällig. Die Mandatsträger wurden bedrängt, darauf hinzuwirken, dass wenigstens Dachziegel und Schlote gesichert würden. Die liefen Gefahr auf öffentlichen Raum zu fallen. Laurich und Fraktionschef Roland Richter sagten zu, die Angelegenheit an den Hauptverwaltungsausschuss weiter zu geben.

Die Stadtverwaltung werde aufgefordert, sich mit dem Konkursverwalter in Verbindung zu setzen. Außerdem solle das Umweltamt klären, ob im Bereich der Fabrik Altlasten zu befürchten seien. Ein weiteres Thema war der Winterdienst. Wie bekannt wurde, drehe der Schneeräumer ab Erreichen der Siedlung ab und kehre um nach Rothenstadt. Die Wohnsiedlung selbst und die Zufahrt des landwirtschaftlichen Geländes blieben außen vor.
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