SPD will Vereine vom Rotstift verschonen - Partei dankt allen Ehrenamtlichen für ihre Arbeit
Versprochen: Gespart wird woanders

150 Vereinsvertreter waren gekommen. Ihnen dankte Stadtrat Norbert Freundorfer (rechts) beim SPD-Empfang für ihren Einsatz. Obendrein lobte er jedes ehrenamtliche Engagement in der Stadt. Bild: hcz
Typisch für "den Weidener" sei sein Engagement in Vereinen, stellte SPD-Stadtverbandsvorsitzender Norbert Freundorfer beim Empfang in der Max-Reger-Halle fest. Für diesen Einsatz im Ehrenamt dankte die SPD den Vertretern der Vereine am Freitag.

Es gebe kaum eine vergleichbare Stadt, in der es ähnlich viele Vereine, ein ähnlich intensives Vereinsleben und damit ähnlich viel ehrenamtlich Geleistetes gebe wie hier. Es wirkte wie Balsam auf die Seelen der etwa 150 Vereinsvertreter, was Stadtrat Freundorfer gleich zu Anfang sagte. Klar müsse gespart werden. Aber die SPD sage in einigen Bereichen klar: Hier nicht! Dazu zählten das Kinderbürgerfest und "vor allem" die Vereinszuschüsse. Es solle "nicht an dem gespart werden, was Weidener für Weidener tun". Sodann dankte Freundofer der Pfarrei Herz Jesu sowie "ProAsyl", anderen Organisationen und Privatpersonen für ihren Einsatz zugunsten der Asylbewerber, die kürzlich hier angekommen sind.

"Was wäre eine Stadt ohne Vereine?", fragte Fraktionschef Roland Richter, der eben seine Kinder vom Fußballtraining abgeholt hatte. "Wo sonst sollten sie Fairness, Gemeinsinn und Kameradschaft lernen?" Er ging weiter auf die Bedeutung von Hilfsorganisationen, Brauchtumsvereinen und Sozialverbänden ein. "Wo bliebe die Geselligkeit am Unteren Markt, wenn der Heimatring keinen Maibaum mehr aufstellen würde?"

Für die Kultur und Brauchtumspflege sprach Heimatringvorsitzender Günther Magerl. Zum "sozialen Kitt der Stadt", wie es OB Seggewiß einmal formuliert hatte, trage jeder der 300 Vereine Weidens bei. Deren Unterstützung sei keine "freiwillige Leistung". Sie sei "Pflichtaufgabe".

AWO-Chefin Hilde Zebisch forderte, stellvertretend für alle Sozialverbände, eine Pflegereform sowie die Entlastung der Pflegekräfte von Bürokratie und überhandnehmenden Dokumentationsaufgaben.

OB Kurt Seggewiß lud dazu ein, bei Problemen "den kurzen Weg" des Gesprächs zu wählen. Für den Bürgerentscheid zu "West IV" warb er mit den Worten: "Die ewigen Motzer in dieser Stadt sollen nicht obsiegen."
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