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Tierfriedhof-Fördervereins-Vorsitzender Josef Gebhardt mit einer der Grab-Tafeln, die in der "Regenbogenwerkstatt" von Behinderten gefertigt werden. Gebhardt ist auch Vorsitzender der "Tafel". Diesen Vorsitz will er aber nächstes Jahr abgeben und sich "bis ans Lebensende" voll auf den Tierfriedhof konzentrieren. Bild: hcz

Hans Gallersdörfer lobte den Weidener Tierfriedhof über den grünen Klee. Aus den Worten des Stadtgärtnermeisters war herauszuhören, dass eine gute Chance auf einen der vorderen Plätze beim bayernweiten Wettbewerb "Unser Friedhof - Ort der Würde, Kultur und Natur" besteht.

Der oberste Stadtgärtner bezeichnete den Friedhof als naturnah. Bänke würden zum Verweilen einladen, ein Teich strahle Ruhe aus. Der passionierte Kleintierzüchter und Tierfreund bot seine Unterstützung durch Rat und Tat an.

Sein Bericht war aber nicht die einzige positive Überraschung bei der Jahreshauptversammlung des Fördervereins Tierfriedhof im "Alten Schuster". Vorsitzender Josef Gebhardt berichtete über Reaktionen auf die Meldung im "Neuen Tag", dass aufgrund fehlenden Geldes am Häuschen im Tierfriedhof erst im nächsten Jahr weiter gebaut werden kann. Eine Dame aus Tirschenreuth habe daraufhin 500 Euro gespendet. Zudem habe man kostenlos eine größere Menge Putz erhalten. Nun gehe es zügig weiter.

201 Mitglieder

Man hoffe, das Häuschen, das einen Kühlraum (falls Tiere witterungsbedingt nicht gleich beerdigt werden können), einen Aufenthaltsraum und einen Geräteraum hat, noch heuer fertigstellen zu können. 201 Mitglieder zähle der Verein inzwischen. 17 Personen hätten 1300 ehrenamtliche Arbeitsstunden geleistet.

Blumen-Diebe

Es gebe aber auch Probleme, teilte Gebhardt mit. Immer wieder würden Blumen gestohlen. Und auch Hunde, die über die Gräber liefen, seien ein Ärgernis. Übertrieben kitschigen Grabschmuck habe man inzwischen im Griff, und etwas Einheitlichkeit werde auch durch Grabtafeln hergestellt, die der Verein selbst verkauft. Dies werden in der "Regenbogenwerkstatt" hergestellt. Wie gut der Tierfriedhof inzwischen angenommen wird, zeige auch die Anwesenheit einer Familie aus Bad Abbach. In der ganzen Oberpfalz sei der Weidener Tierfriedhof einzigartig.

Kein Cent für Verwaltung

Schatzmeisterin Britt Kossack legte einen geordneten Finanzbericht dar, was ihr Revisor Max Leberkern bestätigte. Wert legt die Vorstandschaft auf die Feststellung, dass "kein Cent für Verwaltung, Vergütung, Entschädigung oder dergleichen" ausgegeben worden ist. "Alle, die, an welcher Stelle auch immer, mitarbeiten, bringen eher Geld mit", so Gebhardt. In wenigen Jahren sei der Verein schuldenfrei. Neue Schulden würden nicht mehr aufgenommen. Ziel sei, nach Auslaufen des zehnjährigen Pachtvertrags mit der Stadt das Gelände kaufen zu können.
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