Spiel des Lebens geht weiter

Für 25 Jahre Dienst ehrten Leiter Karlheinz Binner (links) und Diözesan-Caritasdirektor Dr. Roland Batz Lehrerin Rita Piehler.

Ein wichtiger Schritt ist geschafft: Zum Ende ihres zweiten Studienjahres erhielten 28 Studierende der Fachakademie für Sozialpädagogik ihre Zeugnisse. Leicht war es bis dahin nicht, trotzdem nahmen sie es spielerisch.

"Das Spiel des Lebens zu spielen, ist ein Wagnis. Jedoch ist das aktuell gespielte Lebensspiel nicht das einzige, das im Leben gespielt wird. Bleiben Sie offen für neue Spiele, neue Spielvarianten." Das rief Karlheinz Binner, Leiter der Kirchlichen Fachakademie für Sozialpädagogik, den angehenden Erziehern bei der Abschlussfeier im Haus der evangelischen Gemeinde zu. Zeugnisse erhielten die Absolventinnen des zweiten Studienjahres. Das Thema des Jahres hatten sie selbst ausgewählt: Spiel des Lebens, wer wagt, gewinnt.

Binner beleuchtete in seiner Ansprache das Motto aus verschiedenen Perspektiven. Da sei etwa die Spielbedingung für den Beruf, bei dem es steigende Anforderungen und Erwartungen gebe. Oder die gesamtgesellschaftliche Sicht auf die Familie, die einem auch die Freude am Spiel verderben könne. "Sie gehen mit einem Idealismus in diesen Beruf, der mit Geld nicht bezahlbar ist. Der Beruf des Erziehers sollte ein fördernder Teil in ihrem Spiel des Lebens sein", sagte Binner.

Diözesan-Caritasdirektor Dr. Roland Batz rief dazu auf, das größte Wagnis in der Bildung der eigenen Persönlichkeit anzugehen, nämlich die Öffnung zum Glauben hin. Batz überreichte zusammen mit Binner die Zeugnisse an die 28 Studierenden im zweiten Studienjahr. Nach der Abschussprüfung gehen sie nun ins Berufspraktikum bei Krippen, Kindertagesstätten, Kinderheimen bis hin zur Jugendhilfe.

Die Besten waren: Veronika Weich und Sabrina Schwabl mit der Note 1,29. Es folgten Katja Margraf (1,36), Carina Gmeiner und Anna Herr jeweils mit 1,57, Nora Kreisl, Felicitas Leipold und Verena Stoppe (1,71), Katharina Eckstein und Laura Schmucker (1,79) sowie Sarah Kleber (1,86) und Claudia Ritter (1,93). Urkunden erhielten außerdem 27 Berufspraktikanten, sie sind nun "fertige" Erzieher.

Einen Rückblick und Dankesworte sprachen die Klassensprecher Isabell Grundler und Nicole Nimietz. Eine Urkunde für 25 Jahre an der Fachakademie erhielt Lehrerin für Sozialpädagogik Rita Piehler. Sie ist zugleich Klasslehrerin der Erzieherpraktikanten im Sozialpädagogischen Seminar. Weiter dankte Brunner Pfarrer Heribert Englhard für 14 Jahre Dienst als Religionspädagoge. Er gibt den Unterricht ab, weil er an die Altersfreigrenze kam. Ein Geschenk für zehn Jahre Engagement für die christliche Denk- und Lebensweise an der Akademie erhielt auch Pfarrer Hans-Martin Meuß - ebenso wie Maria Frisch. Sie ist seit 15 Jahren im Haus tätig und kümmert sich nicht zuletzt um den Blumenschmuck.
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