Spiele ersetzen fehlende Worte

Mit interkulturellen Spielen überwindet man Sprachbarrieren mit Flüchtlingen. Dies erläuterte (von rechts) Kathrin Hauser und Susanne Nofke im Rahmen eines KEB-Seminars. Bild: Dobmeier

Eine Sprache zu lernen ist sicher der beste Weg zur Kontaktaufnahme. Doch das dauert. Am Anfang helfen auch Spiele, wie die KEB bei einem Seminar vermittelt hat.

"Spielen verbindet." Aber wie soll ein Spiel ohne Sprachkenntnisse erklärt werden? Diese und andere Themen zum Umgang mit Flüchtlingen und Asylanten für Lehrkräfte an Schulen und Personen, die sich in die ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit einbringen möchten, bot die Katholische Erwachsenenbildung (KEB) in einem Seminar. Interkulturelle Spiele tragen dazu bei, den Kontakt herzustellen und auch zu pflegen.

Im Pfarrheim St. Josef referierten Kathrin Hauser und Susanne Nofke. Mittels Wörter-ABC und Abbildungen werden Begriffe kennengelernt und mit einem Ballwurfspiel die Namen eingebunden. Einfache Gegenstände, die einfach vorhanden sind, können zur Kontaktanbahnung eingesetzt werden, Das klappt auch ohne Sprache ganz gut.

Eine sensible Angelegenheit sind Fragen zu Familienangehörigen, die anfangs außen vor bleiben sollten. Denn viele der Neuankömmlinge haben an den Folgen und den Verlusten in der Flucht gelitten und manchmal auch Tote zu beklagen. Besser sei es, die Zeit wirken zu lassen und wenn sich die Fremden selbst öffnen, dann sei die Zeit gekommen, bei der Aufarbeitung sensibel mitzuarbeiten.

Als nächster KEB-Termin findet am 19. Juni von 14.30 bis 18 Uhr das Seminar "Fremde besser Verstehen"statt, ein interkulturelles Training mit Bärbel Zeimantz von "missio" München.

Ort ist das Pfarrheim Neuhaus in der Wurzer Straße 16. Anmeldung bei der KEB.
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