Spitzenreiter am Wasserwerk

Die SpVgg SV Weiden bangt im Schlager gegen Viktoria Aschaffenburg um den Einsatz von Thomas Schneider links). Der Mittelfeldspieler klagt nicht etwa über Zahnschmerzen, sondern hat Adduktorenprobleme und könnte sogar bis Saisonende ausfallen. Bild: G. Büttner

Die SpVgg SV Weiden möchte dem Bayernliga-Spitzenreiter Viktoria Aschaffenburg am Samstag um 16 Uhr ein Bein stellen. Allerdings wird die Stadler-Elf arg vom Verletzungspech gebeutelt

(lst) Die Serie der Top-Spiele geht für den Fußball-Bayernligisten SpVgg SV Weiden in die nächste Runde. Eine Woche nach dem 2:3 gegen die SpVgg Jahn Forchheim steht für die Mannschaft von Trainer Christian Stadler am Samstag, 9. Mai, um 16 Uhr mit der Heimpartie gegen den Tabellenführer SV Viktoria Aschaffenburg der nächste Schlager auf dem Programm.

"Die Aufgabe ist sicherlich nicht leichter als zuletzt gegen Forchheim", weiß Stadler. "Aschaffenburg ist genauso stark wie der Jahn, aber dennoch ein komplett anderer Gegner", so der SpVgg SV-Coach. Er hat die Unterfranken in dieser Saison mehrmals beobachtet und war stets beeindruckt von dem, was er gesehen hatte. "Viktoria verfügt über sehr junge und ungemein spielstarke Truppe", schätzt er deren Stärken ein. Der Regionalligaaufstieg nimmt für Aschaffenburg um Coach Slobodan Komljenovic immer konkretere Gestalt an. Nicht zuletzt, weil der FC Amberg in den Auswärtsspielen in Eltersdorf (1:1) und zuletzt in Großbardorf (2:2) Federn ließ.

Im Hinspiel präsentierten sich die Weidener beim 0:0 als defensivstarkes Team, das die Viktoria kaum zur Entfaltung kommen ließ und am Ende verdient einen Zähler mitnahm. Komljenovic bekundet daher seinen Respekt vor dem Gegner, sieht sein Team in der aktuellen Verfassung aber auch in der Lage, die Hürde Weiden unbeschadet zu nehmen: "Im Hinspiel habe ich Weiden als kompakteste Mannschaft der Liga erlebt. Prinzipiell können wir aber überall punkten. "

Der SV Viktoria Aschaffenburg stand zu Recht bei vielen Experten als Titelaspirant ganz weit oben auf den Notizzetteln. Ein Anspruch, dem die SV-Truppe bislang völlig gerecht wurde. Was auch an der Tatsache liegt, dass der große personelle Umbruch vor dieser Spielzeit - immerhin verließen gleich 14 Akteure den Verein und 13 neue kamen - schnell von statten ging. Einer der prominentesten Neuzugänge war dabei sicherlich Mittelfeldakteur Daniele Toch, der in den Saison 2009/10 und 2010/11 mit dem Karlsruher SC II und dem SV Darmstadt in der damaligen Regionalliga Süd viermal gegen die SpVgg SV gekickt hatte.

"Aschaffenburg hat eine ungemein große Qualität in seinem Kader", weiß daher auch Weidens Trainer Stadler. Dessen Mannschaft muss allerdings der langen und mit der Doppelbelastung im Pokal nun Tribut zollen. Der Einsatz gleich mehrerer angeschlagener Akteure ist fraglich. Thomas Schneider plagt sich mit Adduktoren-Problemen herum, unter Umständen könnte für ihn die Saison frühzeitig beendet sein. Johannes Scherm laboriert weiter an Rückenproblemen, bei Martin Schuster ist seine alte Wadenverletzung wieder aufgebrochen und Stefan Graf muss wegen seiner Bänderverletzung zuschauen. "Wir wollen dennoch versuchen, dem FC Amberg Schützenhilfe zu leisten und das Beste rausholen. Wir werden im Kampf um die vorderen Plätze nicht aufgeben", so der SpVgg-SV-Coach.
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