Sprühende Musikfreude

Leidenschaftlich und energisch sang Johanna Pfleger.

Bei einem Schulkonzert musizieren Amateure im Kinder- und Jugendalter, drücken ihren Spaß an der Musik aus. Das traf auch heuer wieder auf das Sommerkonzert des Elly-Heuss-Gymnasiums zu. Doch einige Aspekte machten es zu etwas ganz Besonderem.

Dieses Konzert schulterte Musiklehrerin Katharina Bernet alleine, da Thomas Kaes und Gerhard Schwab aus gesundheitlichen Gründen ausfielen. Bernet hatte im Grunde nur drei sehr straff organisierte Übungstage in der Stützelvilla zur Verfügung, um sich auf den Schulchor und vor allem das Streicherensemble einzustellen - und umgekehrt. Unterstützung erhielt sie dabei auch von ihrem Vater, der selbst als Musikpädagoge tätig ist.

Junge Talente

Das Ergebnis war nicht zuletzt deshalb beeindruckend, weil sich sehr viele sehr junge Schülerinnen mit ihren Instrumenten und Stimmen auf die Bühne trauten. Der Gesamtklang des Streichorchesters ist sicherlich noch ausbaufähig, doch angesichts der vielen jungen und noch relativ unerfahrenen Streicherinnen darf man gespannt sein, wie sich dieses Elly-Ensemble in den nächsten Jahren entwickeln wird.

Die jüngste Instrumentalistin, Katharina Baumann (5c) überzeugte an ihrer Gitarre genauso wie Theresia Wittmann (Q11), Elisabeth Wappmann (7b) und Laura Enzmann (6a) am Klavier, Romy Weidner (Q11) an der Querflöte und die Klassenkameradinnen Selina Machner, Leonie Leci und Hanna Wisneth (alle aus der 7c) am Klavier. Die Klasse 7c war bei diesem Konzert komplett vertreten und zauberte mit ihrer Version von "The Hanging Tree" den Zuschauern die Gänsehaut auf die Arme. Bei den Instrumental- und Gesangs-Duetten merkte man den jungen Damen deutlich an, dass sie nicht nur als Schulkameradinnen Musik machten, sondern als Freundinnen. Anfangs oft noch zurückhaltend, verwandelten sich Casey Baker und Selina Machner (7c), Katrin Groß und Celine Market (9a) Johanna Pfleger und Theresia Wittmann (Q11) und Maria Gurau und Sophia Salomon (Q11/10c) spätestens nach der ersten Strophe ihrer Lieder in leidenschaftliche und energische Sängerinnen.

Das ungewöhnlichste Duo des Abends bildeten sicherlich Marie Geuss und Johanna Schmauß. Die zarten Klänge von Querflöte und Harfe verwoben die beiden Neuntklässlerinnen zu einem wunderbar vollen Gesamtklang.

Katharina Bernet legt nicht nur in ihrem Musikunterricht viel Wert auf Rhythmus, sondern bringt den Spaß am gemeinsamen musikalischen Lärmen immer mehr in den Konzerten unter. Der beste Beweis hierfür war die "Blu-men-topf-Group", die nicht nur phonetisch der "Blue Man Group" ähnelt. Mit Dosen, Flaschen, Besenstielen und eben Blumentöpfen zeigten sie eine rhythmisch sichere Percussion-Nummer, die trotz der hohen Konzentration, die dafür nötig ist, sichtlich Spaß machte.

Den Schlusspunkt setzte der Schulchor, die "Ver-chor-ksten", mit einem Stück, das die sprühende Musikfreude dieses Abends perfekt in Worte fassen konnte: "Viva la vida!"
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