SpVgg SV ein souveräner Sieger

Martin Schuster eröffnete mit seinem Treffer zum 1:0 den Weidener Torreigen beim 6:0-Erfolg in Memmelsdorf. Bild: A. Schwarzmeier

Eine Woche nach der ersten Saisonheimniederlage hat sich die SpVgg SV Weiden eindrucksvoll zurückgemeldet. Beim Bayernliga-Schlusslicht SV Memmelsdorf schoss sich der Spitzenreiter den Frust von der Seele.

Nach einer hochkonzentrierten Vorstellung setzte sich die Mannschaft von Trainer Christian Stadler am Samstagnachmittag beim Schlusslicht SV Memmelsdorf vor nur 80 Zuschauern mit 6:0 (3:0) durch und zeigte sich vom 1:4 gegen den SSV Jahn Regensburg bestens erholt. "Besonders toll ist die Tatsache, dass wir die schweren Ausfälle kompensiert haben", freute sich nach dem Schlusspfiff der Weidener Coach.

Ohne Egeter und Wendl

Der hatte im Vorfeld eindringlich davor gewarnt, die Oberfranken auf die leichte Schulter zu nehmen. Eine Ansage, die seine Elf perfekt umsetzte. "Meine Mannschaft hat trotz der sicheren Halbzeitführung auch im zweiten Durchgang konsequent gespielt", lobte Stadler die Einstellung seiner Elf. Er musste auf den rotgesperrten Ralph Egeter und auf den verletzten Andreas Wendl verzichten.

Der an einer Oberschenkelzerrung laborierende Johannes Scherm trat die Reise nach Memmelsdorf zwar mit an, saß aber lediglich auf der Bank. Notgedrungen musste der Weidener Coach daher seine Anfangsformation umbauen, für die beiden angeschlagenen Akteure begannen dieses Mal Martin Schuster und Benjamin Burger. SVM-Trainer Hans-Jürgen Heidenreich vertraute der gleichen Startformation, die vor Wochenfrist beim 1:1 bei der SpVgg Jahn Forchheim zu gefallen wusste. Allerdings hatte die gegen die Oberpfälzer zu keiner Zeit der Partie eine Chance. "Wir waren in allen Belangen überlegen. Wir haben den Gastgebern relativ schnell den Zahn gezogen", analysierte Stadler nach der Begegnung treffend.

In der Tat legte die SpVgg SV los wie die Feuerwehr und hatte schon nach fünf Minuten zwei Großchancen zu verzeichnen. Zunächst verpasste Stefan Graf eine Hereingabe von Thomas Wildenauer nur um Zentimeter (3.), danach wurde der SpVgg SV-Stürmer (5.) im Memmelsdorfer Strafraum gelegt. Eine umstrittene Szene, in der die Weidener vehement einen Elfmeter forderten, den Referee Manuel Steigerwald aber nicht gab. Gegen die nie aufsteckenden Memmelsdorfer wurden die Weidener Bemühungen in der 14. Minute endlich belohnt: Nach einer Ecke von Thomas Schneider faustete SV-Schlussmann Jürgen Jensch den Burger-Schuss genau vor die Füße von Schuster. Der zog erneut ab und hämmerte aus 18 Metern das Leder unhaltbar in die Maschen - ein Treffer, der der ohnehin schon überzeugenden SpVgg SV noch mehr Sicherheit gab.

Überzeugender Burger

Eine erneute Standardsituation sorgte für die Vorentscheidung. Eine Schneider-Ecke verlängerte Burger auf Christoph Hegenbart, der in der SV-Abwehr hängen blieb. Doch Peter Schecklmann stand goldrichtig und schloss volley halbhoch zum 2:0 ab (23.). Der überzeugende Burger war dann auch am dritten Weidener Treffer maßgeblich beteiligt. Sein genauer Pass auf Hegenbart verwertete der SpVgg-SV-Stürmer eiskalt zum 3:0 (35.), was zugleich den Halbzeistand bedeutete.

Auch im zweiten Abschnitt blieben die Schwarz-Blauen überlegen, standen sicher in der Abwehr und zogen den Memmelsdorfern früh endgültig den Zahn. Unmittelbar nach Wiederanpfiff leitete Schuster mit dem schönsten Weidener Angriff an diesem Tag das 4:0 (46.) ein: Der Innenverteidiger spielte sehenswert Hegenbart auf der rechten Seite frei. Der spurtete nach vorne und sah den mitgelaufenen Burger, der gekonnt das 4:0 markierte. Und es sollte für die Platzherren noch schlimmer kommen, als Hegenbart in der 54. Minute im Strafraum von den Beinen geholt wurde, entschied der Schiedsrichter auf Elfmeter, den der Gefoulte zum 5:0 verwandelte.

Den Schlusspunkt in dieser unterm Strich einseitigen Begegnung, in der Memmelsdorf nur zu ganz gelegentlichen Möglichkeiten kam, setzte Graf in der 86. Minute, als er seinen unwiderstehlichen Alleingang mit dem 6:0 abschloss. "Ich muss kritisieren, dass meine Elf in der zweiten Hälfte phasenweise zu nachlässig war", fand dann Stadler doch noch ein Haar in der Suppe.
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