SpVgg SV wirft Bamberg raus

Die SpVgg SV Weiden bleibt das Überraschungsteam im Bayerischen Verbandspokal. Der Bayernligist bezwang am Dienstagabend den eine Klasse höher spielenden FC Eintracht Bamberg mit 6:4 (1:1/1:0) nach Elfmeterschießen und steht im Halbfinale. Am Ende gab es sogar einen Pokal-Helden.

(lst) Fußball-Bayernligist SpVgg SV Weiden hat das Halbfinale im Bayerischen Verbandspokal erreicht. Und das nach einer dramatischen Partie gegen den Regionalligisten FC Eintracht Bamberg. Held des Abends war dabei Weidens Torhüter Dominik Forster, der im Elfmeterschießen den Schuss von Florian Wenninger mit den Fingerspitzen an den Pfosten lenkte.

Die SpVgg SV musste auf den beruflich verhinderten Torjäger Christoph Hegenbart verzichten. Notgedrungen baute Trainer Christian Stadler daher gegenüber dem 0:0 in Aschaffenburg am Freitag seine Startelf auf zwei Positionen um. Für den zunächst auf der Bank sitzenden Johannes Kohl begann dieses Mal Martin Schuster. Und für Hegenbart ging Benjamin Burger ins Rennen.

Typischer Pokal-Fight

Es entwickelte sich von Beginn an ein typischer Pokal-Fight: Der Favorit aus Oberfranken versuchte mit frühem Pressing den Weidener Spielaufbau zu stören, die Gastgeber hingegen setzten zunächst auf eine verstärkte Defensive und Konter. Auffälligster FCE-Akteur war in der von den Gästen dominierte Anfangsphase Dominik Schmitt, der in der 14. und 17. Minute allerdings vergab. Viel mehr fiel dem Regionalligisten nicht ein. Aber auch der SpVgg SV nicht, bis zur 32. Minute: Ein genialer Pass von Peter Schecklmann aus dem Mittelfeld heraus, exakt in die Gasse, landete bei Friedrich Lieder. Der sprintete der Bamberger Abwehr auf und davon und schob flach aus 13 Metern ins rechte Eck an Torhüter Mario Aller vorbei in die Maschen.

Der Gegentreffer verunsicherte die Gäste offensichtlich, denn nach vorne ging bis zur 41. Minute nichts, ehe Daniel Schäffler aus 13 Metern in zentraler Position drüber zielte. Nur 120 Sekunden später musste Michael Riester das 2:0 machen. Alleine vor FCE-Torhüter Aller suchte er den Abschluss, obwohl er am Trikot gezupft wurde. So scheiterte er am Bamberger Schlussmann, während Referee Steffen Brütting keinen Elfmeter gab und weiter spielen ließ - eine strittige Entscheidung. In der turbulenten Schlussphase scheiterte Görtler (45.) zunächst aus elf Metern am überragend reagierenden Forster, ehe im Gegenzug eine Zwei-gegen-Eins-Situation von Lieder und Riester nicht konsequent zu Ende gespielt wurde.

Riester trifft Pfosten

Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte die SpVgg SV erneut das 2:0 vor den Augen, doch der durchgebrochene Riester hämmerte aus kurzer Distanz das Leder an den rechten Pfosten (51.). Vom Regionalligisten kam trotz des Rückstandes relativ wenig. Zu harmlos und zu langsam im Spielaufbau agierten die Pätzold-Schützlinge und konnten so die Weidener Defensive logischerweise nicht aushebeln. Stattdessen blieben die Gastgeber mit ihren Kontern brandgefährlich. In der 62. Minute setzte sich der erneut überragend agierende Lieder auf rechts durch, seine Flanke landete bei Egeter, der jedoch aus kurzer Distanz verstolperte.

Das Auslassen bester Chancen sollte sich schließlich rächen. Beim ersten wirklich gelungenem FC-Angriff über die rechte Seite landete ein Rückpass von Schmitt direkt vor den Füßen von David Najem. Der US-Boy hielt aus zwölf Metern drauf, Forster hatte keine Chance - das etwas überraschende 1:1 (69.), mit dem zu diesem Zeitpunkt nicht zu rechnen war. Danach witterte der Gast seine Chance. Dominik Schmitt hatte den Bamberger Siegtreffer auf dem Fuß, als er in der 79. Minute das Aluminium anvisierte. Der eingewechselte Alessandro Alfieri scheiterte nach einer Ecke mit seinem Kopfball an SpVgg-SV-Schlussmann Forster.

Dann ertönte der Schlusspfiff, das Elfmeterschießen musste entscheiden. Hier lenkte Torwart Forster den Schuss von Florian Wenninger an den Pfosten, während bei Weiden alle Schützen trafen. Lieder verwandelte den entscheidenden Elfer.
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