Staatsanwaltschaft rechnet mit Prozessbeginn noch in diesem Jahr - Pressath: Beschuldigter ein ...
Totes Baby: Anklage noch im Sommer

Weiden. (ca) Laut Leitendem Oberstaatsanwalt Gerd Schäfer wird voraussichtlich im August Anklage gegen eine 21-Jährige erhoben. Ihr wird vorgeworfen, im April ihren gerade geborenen Säugling in der Kundentoilette eines Supermarkts getötet zu haben. Sollte es zur Anklage kommen, könnte noch in diesem Jahr der Prozess in Weiden beginnen.

Die Anklage erstellt Oberstaatsanwalt Rainer Lehner. Ende Juli wird mit der Übergabe der Schlussberichte der Kriminalpolizei an die Staatsanwaltschaft gerechnet. Parallel werden einige Gutachten erstellt. Ein Psychiater prüft die Schuldfähigkeit der Mutter von zwei Kleinkindern. Bei Tötungsdelikten ist das üblich.

Das Institut für Rechtsmedizin Erlangen hat sich mit dem Leichnam befasst. Im vorläufigen Obduktionsergebnis gingen die Pathologen davon aus, dass das Kind bei der Geburt gelebt und dann gewaltsam zu Tode gekommen ist (Tod durch Ersticken). Der Säugling war in einen schon vorhandenen Plastiksack des Abfalleimers gepackt. Im "Zentrum der Ermittlungen" steht laut Schäfer die Frage, wer die Tüte zum Container auf dem Parkplatz gebracht hat.

Mitten im Ermittlungsverfahren, ebenfalls unter Regie von Oberstaatsanwalt Lehner, steht die Bluttat in Pressath im Mai. Beschuldigter ist ein Amerikaner (28), der eine ihm unbekannte 25-Jährige in ihrer Wohnung in Pressath mit einem Messer angegriffen und lebensgefährlich verletzt haben soll. Auch er wird psychiatrisch untersucht. Die US-Behörden haben Unterlagen beigesteuert. "Die Amerikaner haben uns in jeder Beziehung unterstützt", lobt Schäfer. Bei dem 28-Jährigen handelt sich um einen ehemaligen Soldaten, Kriegsveteran, der Einsätze im Irak und in Afghanistan absolviert hat.
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