Stabile Defensive als Basis

Die Leichtigkeit ist zurück. Sogar Spitzenreiter VfB Eichstätt konnte die Serie der SpVgg SV Weiden nicht stoppen. Der 3:1-Erfolg war der dritte Sieg in Folge. Beim Gastspiel am Samstag 10. Oktober, um 15 Uhr beim punktgleichen Tabellennachbarn SV Erlenbach soll diese Serie ausgebaut werden.

"Man leidet da natürlich mit seinem Kollegen gegenüber mit und hofft nur das Beste." Wenn Torwart Dominik Forster auf das vergangene Wochenende zurückblickt, denkt er immer auch an den unglücklichen Zusammenprall von Ralph Egeter mit Eichstätts Keeper Jonas Herter: "Als Torwart kann so etwas immer passieren, das muss man einfach ausblenden. Man hat da nur wenig Möglichkeiten, sich zu schützen."

Auf richtigem Weg

Sportlich gesehen bleibt der starke Auftritt der Wasserwerk-Elf gegen den gestürzten Tabellenführer in Erinnerung. Wichtige Tore zum richtigen Zeitpunkt sowie eine erneut starke Defensive waren der Schlüssel zum Erfolg. Überhaupt sieht Forster seine SpVgg SV auf dem richtigen Weg: "Es läuft viel besser als zu Beginn der Saison. Hauptgrund ist, dass wir jetzt alle mehr nach hinten arbeiten und auch mit der eingespielten Viererkette der letzten Saison agieren können."

In der Tat genügt die Defensive der Weidener bereits den gesamten Saisonverlauf höheren Ansprüchen. Gerade einmal 14 Gegentreffer in ebenso vielen Spielen bedeuten den zweitbesten Wert der Bayernliga Nord. Beim SV Erlenbach (18 Gegentore) wartet nun eine ebenfalls starke Hintermannschaft auf die Elf von Trainer Tomas Galasek. Das Saisonziel der Unterfranken nach zwei Mittelfeld-Plätzen in den vergangenen Spielzeiten (Platz neun und zehn) ist der Klassenerhalt, da im Vorfeld der Saison ein großer Umbruch im Kader eingeleitet wurde.

Nach einem guten Start geht die Tendenz bei der Mannschaft von Trainer Jürgen Baier aktuell allerdings nach unten. Nur ein Sieg steht aus den letzten sechs Partien zu Buche. Dazu mussten die Schwarz-Weißen diese Woche eine Hiobsbotschaft verkraften. Kapitän und Mittelfeldmotor Baris Eren zog sich bei der Partie gegen den FC Eintracht Bamberg einen Kreuzbandriss zu und fällt auf unbestimmte Zeit aus.

Bei der SpVgg SV Weiden dagegen ändert sich personell nicht viel. Johannes Scherm fehlt heute wegen einer Bänderdehnung im Sprunggelenk, die er sich im Dienstagstraining zugezogen hat. Somit ist neben den Langzeitverletzten Marco Kießling und Tobias Plößner nur Enis Saramati nicht dabei, bei dessen Knieverletzung es noch immer keine genaue Diagnose gibt. In der letzten Saison verlor Weiden das Gastspiel am Main mit 2:0 und kam zu Hause nicht über ein torloses Remis hinaus.

"Wir sind gut drauf, haben enorm viel Selbstvertrauen getankt und wollen in Erlenbach den vierten Sieg", ist Galasek dennoch optimistisch, warnt aber zugleich vor Lässigkeit: "Nur weil man den Ersten schlägt, dürfen wir jetzt nicht denken, dass es von allein geht." Auch Dominik Forster schlägt in die selbe Kerbe und blickt schon ein wenig voraus: "Wenn wir jedes Spiel so präsent sind wie zuletzt, ist schon noch was drin. In dieser Liga kann jeder jeden schlagen. Platz vier bis sechs möchte ich schon noch erreichen."
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