Stadt beteiligt sich an Modellprojekt - Verschiedene Träger kümmern sich um benachteiligte ...
1,2 Millionen Euro für starke Jugend

Jugendamtsleiterin Bärbel Otto. Archivbild: Steinbacher
"Keiner soll verloren gehen" - so schildert Jugendamtsleiterin Bärbel Otto das Projektziel. Das Angebot richtet sich unter anderem an Schulverweigerer und -abbrecher, Ausbildungsabbrecher ohne Perspektive und junge Zuwanderer "mit besonderem Integrationsbedarf". Ihre Chancen soll das Modellprogramm "Jugend stärken im Quartier" verbessern, eine Initiative des Bundesfamilien- und Umweltministeriums, das Otto dem Kinder- und Jugendhilfeausschuss vorstellte.

Vier Jahre lang sollen dafür insgesamt 600 000 Euro aus dem Europäischen Sozialfonds nach Weiden fließen. Unterstützt werden damit Projekte speziell in den Bereichen Stockerhut, Altstadt/Scheibe/Bahnhof/Moosbürg und Lerchenfeld: von Einzelfallhilfe bis hin zur "aufsuchenden Jugendarbeit".

Zuschuss von Arbeitsagentur

Als Träger von Projekten wie "Coach your life" und "Starke Jugend - sei dabei" wollen sich unter anderem der Verein "Magisches Projekt" (aus dem Juz-Umfeld) und das Kolping-Bildungswerk einbringen, konzeptionelle Vorarbeit lieferte der Stadtjugendring. Eine "kommunale Koordinierungsstelle" ist im Rathaus angesiedelt. Die Stadt muss ebenso viele Mittel aufbringen, wie sie aus dem Fördertopf bezieht. 200 000 Euro habe die Agentur für Arbeit in Aussicht gestellt, informierte Otto. Außerdem könne der Personalaufwand angerechnet werden. Die Gesamtprojektsumme beträgt 1,2 Millionen Euro.

SPD-Stadträtin Brigitte Schwarz merkte an, Hartz-IV-Familien seien ein großes Problem in Weiden, führten zu einem generationsübergreifenden Teufelskreis. "Jetzt fangen wir an, ihn aufzubrechen."
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