Stadt erteilt Auftrag - Start am 1. April oder 1. Mai - Hubmann: "Möglichst hohe Einnahmen" ...
Hamburger blitzen Weidener Temposünder

Eine wichtige Vorbemerkung in diesen Zeiten: "Es geht uns nicht darum, möglichst hohe Einnahmen zu erzielen", betont Rechtsdezernent Hermann Hubmann, "sondern darum, dass die Autofahrer angepasst fahren." Deshalb also zieht die Stadt künftig Temposünder zur Verantwortung. Entweder am 1. April oder aber am 1. Mai beginnt die kommunale Geschwindigkeitsüberwachung. Je nachdem, wie schnell das Personal besetzt und eingearbeitet werden könne, sagt Hubmann.

Denn die Sachbearbeitung - vom Auswerten der Messergebnisse bis hin zum Verschicken der Bußgeldbescheide - übernehmen städtische Mitarbeiter. Eine auswärtige Firma kümmert sich allein um den technischen Aspekt der Messungen. Den Zuschlag erhielt die "gemeinnützige Gesellschaft für Kriminalprävention und Verkehrssicherheit mbH" (gGKVS) mit Sitz in Hamburg. Insgesamt drei Firmen hatten sich für den Auftrag beworben. Darunter auch der "Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz" (Sitz Amberg). Der hätte allerdings eine Anschubfinanzierung in sechsstelliger Höhe verlangt, informiert Hubmann. "Das Geld haben wir nicht."

Ein Grund mehr, um Weidens Verkehrssünder jetzt so richtig abzukassieren? Eben nicht. Das geplante Vorgehen, wie Hubmann es schildert, spricht gegen eine Absicht zur "Abzocke". So erhält die gGKVS eine pauschale Vergütung pro Einsatzstunde. Egal, ob viele oder wenige Verkehrteilnehmer in der Radarfalle landen - der Betrag verändert sich nicht. Zudem kündigt Hubmann an, zu gegebener Zeit die Listen mit den Namen der Straßen zu veröffentlichen, in denen kontrolliert werden soll.

Konkret will die Stadt die Temposünder an einem Tag der Woche blitzen lassen. An wechselnden Tagen und Standorten, versteht sich. Das Radargerät soll auch schon mal vor Schulen und Altenheimen stehen. Geschwindigkeitskontrollen der Polizei erübrigen sich dadurch nicht. Vor jeder Aktion wollen sich Gesetzeshüter und Städtische abstimmen.
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