Stadt in ganz neuem Licht

Ein Lichtblick am Oberen Markt: DieLED-Einsätze der Castorleuchten bieten sofort nach dem Einschalten volle Leistung. Urteil der Verantwortlichen: Weiden gewinnt an Ausstrahlung. Bild: Dobmeier

Der Baudezernent drückte den Startknopf. Und es wurde Licht in der Altstadt. Weiden strahlt stärker denn je - und dabei auch energieeffizienter, umweltfreundlicher und sparsamer.

36.000 Kilowattstunden Strom im Jahr spart die Stadt. Dies entspricht etwa 19 Tonnen CO2. Grund ist die Umrüstung der Straßenbeleuchtung in einem weiteren Bereich: Seit einigen Wochen sind die etwa 200 "Castorleuchten" in der Innenstadt - vom Issy-les-Moulineaux-Platz bis zum Unteren Tor, vom Stadtbach bis zur Allee - mit neuen LED-Einsätzen ausgestattet. Die Maßnahme erläuterte Tiefbauamtsleiter Hubert Grillmeier bei einem Pressetermin mit Oberbürgermeister Kurt Seggewiß, Baudezernent Hansjörg Bohm und Vertretern des Bayernwerkes, Sachbearbeiter Straßenbeleuchtung Gerhard Schmerber und Kundenbetreuer Markus Windisch

Ein Leuchtmittel verbraucht demnach anstatt 47 nur noch 18 Watt je Stunde - eine Energieeinsparung von über 60 Prozent. Die Stadt trug nur die Kosten für die LED-Einsätze, den Umbau übernahm das Bayernwerk bei Wartungsmaßnahmen. Dies sei ein weiterer Beleg für die jahrelange gute Zusammenarbeit zwischen Bayernwerk und Stadt. Ferner erfolgte die Umrüstung von 29 Leuchten in der Dr.-Pfleger-Straße ab der Weigelstraße stadtauswärts auf LED-Technik. Die braucht statt 170 nur noch 57 Watt je Stunde.

Angenehmes Licht

Oberbürgermeister Kurt Seggewiß empfand das Licht nach dem Einschalten um 20.20 Uhr als überaus ansprechend. Und auch Bohm schwärmte vom Anblick der Häuserfront am Oberen Markt. Die energieeffizienten Umbaumaßnahmen bei der Straßenbeleuchtung des Tiefbauamtes führten dazu, dass in den vergangenen vier Jahren insgesamt etwa 33 Prozent weniger Strom verbraucht wurden. In den Nachtstunden sank der jährliche Verbrauch von rund drei auf etwas mehr als zwei Millionen KWh.

In einer Studie, die acht bayerische Städten vergleicht, liegt Weiden mit etwa 290 KW weit unter dem Durchschnitt von 405 KWh pro Brennstalle und Jahr. Bereits seit dem Beginn der Umrüstaktion im Jahr 2011 erfüllt die Stadt die ab heuer gültigen Vorgabe der EU, keine Quecksilberhochdrucklampen zu verwenden. Als nächstes sollen die Leuchtmittel in der Parkanlage, in der Brenner-Schäffer- sowie der Weigel-, Bahnhof- und Schillerstraße in Angriff genommen werden.
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