Stadt stutzt "Problembäume" an Liegenschaften und Schulen
Sparbeschluss gefällt

An Albert-Schweitzer- (vorne) und Berufsschule (im Hintergrund) waren die Arbeiter schon. Bis Weihnachten wird der Maschinenring im Auftrag der Stadt noch an vielen weiteren Schulen und Liegenschaften problematische Bäume und Sträucher stutzen oder gleich ganz fällen. Damit will Weiden künftig rund 70 000 Euro im Jahr sparen. Bild: Huber
Das gibt's nicht nur im Reich der Bären: Mehrere "Problembäume" hat die Stadt an ihren Liegenschaften und an Weidens Schulen ausgemacht, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Den Gewächsen, Bäumen aber auch Sträuchern, geht es nun wie seinerzeit dem Bären "Bruno" an den Kragen: Sie werden gestutzt oder gefällt. Noch bis Weihnachten rückt der Maschinenring dazu im Auftrag der Stadt aus zu den Schulen - zunächst Berufs- und Albert-Schweitzer-Schule, dann Kepler-Gymnasium und Hans-Sauer-Schule - sowie zu Max-Reger- und Mehrzweckhalle.

Der Hintergrund der aufwendigen Aktion - sie startete vergangenes Jahr mit der Stadtgärtnerei und läuft noch bis 2015 bei geschätzten Kosten von 60 000 Euro jährlich - wirkt erst einmal seltsam. Doch der Stadtrat, der den entsprechenden Beschluss in seiner Sparsitzung im Oktober 2013 gefällt hat, verspricht sich davon geringere Belastungen für den Haushalt. Kalkuliert werden Einsparungen von 70 000 Euro pro Jahr.

Grund: Die Bäume und größeren Sträucher verursachen hohe Kosten. Die meisten von ihnen wurden vor knapp 40 Jahren gepflanzt oder wuchsen von selbst - und alle sehr nah an den Gebäuden, wie Tobias Dietl vom Bauamt erläutert. Durch die Nähe schädigen sie die Außenfassaden, hinterlassen bei Flachdächern Laub, das Abflüsse verstopft, greifen mit den Wurzeln in die Grundmauern ein. Probleme, die künftig allesamt entfallen und damit Arbeitsstunden und Geld sparen.

Kahl bleibt es um die Gebäude übrigens nicht. Die Gärtnerei wird sich um adäquate Ersatzpflanzen kümmern, erläutert Dietl. "Aber weiter weg von den Gebäuden."
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