Stadt will gefährliche Kreuzung in Stockerhut entschärfen - Autofahrer erliegen Irrtum
Zeichen setzen

Ein gefährlicher Irrtum: Autofahrer, die vom Stockerhutweg (rechts) in die Königsberger Straße abbiegen, sind häufig der Meinung, sie hätten Vorfahrt. "Rechts vor links" gilt hier jedoch nicht. Bild: Götz
Eine gefährliche Stelle, nicht zuletzt wegen der Nähe von Grundschule und Kindergarten: Viele Wagenlenker fahren zu schnell - und mancher noch dazu falsch - in die Kreuzung Stockerhutweg/Königsberger Straße ein. "Tatsächlich ein Problem", erkennt auch Dezernent Hermann Hubmann, wie er im Hauptverwaltungsausschuss einräumte. Zahlreiche Autofahrer wüssten nicht über die dortige Verkehrsregelung Bescheid. Mit einem neuen Schild will die Stadt sie nun deutlicher darauf hinweisen.

Um die Sicherheit der Schulkinder sorgt sich die CSU in ihrem Antrag, den der Ausschuss am Dienstag diskutierte. "Uns haben viele Eltern angesprochen", berichtete Heiner Vierling (CSU). Seit 2012 ereigneten sich auf der Kreuzung acht Verkehrsunfälle, fünf allein 2013, im laufenden Jahr zwei (vier Leichtverletzte, 19 000 Euro Schaden). Der klassische Hergang: Autos biegen aus dem verkehrsberuhigten Bereich der Königsberger Straße ein, kollidieren dort mit Wagen, die von links aus Richtung Albert-Schweitzer-Schule kommen. Wohl wegen der Fehlannahme, dass "Rechts vor links" gilt. Das allerdings ist wegen des "nachrangigen" verkehrsberuhigten Bereichs nicht der Fall. Hans Wurm von der Weidener Polizei: "Es kommt immer wieder zu kritischen Situationen." Eigentlich erhofften sich die Planer durch die Schritttempo-Zone und die Fußgängerampel mehr Sicherheit. Vergeblich? Oft hätten die Autos 50 bis 60 "Sachen" drauf, sagte Hans Forster (CSU). Tempomessungen forderte Gisela Helgath (Grüne).

Immerhin, so stellt die Verwaltung fest, sei bisher kein Fußgänger oder gar Schulkind in einen Verkehrsunfall verwickelt worden. Zur besseren Orientierung der Fahrer unterbreitete die Polizei einen Vorschlag, dem der Ausschuss zustimmte: Am Ende des verkehrsberuhigten Bereichs in der Königsberger Straße soll das Zeichen "Vorfahrt gewähren" aufgestellt werden. Zudem sollen Verkehrshelfer - in diesem Fall Eltern - den Kindern beim Überqueren der Fahrbahn zur Seite stehen.
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