Stadtarchiv: Finanzausschuss will Gebühren für Nutzung
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Noch betreibt Alfred Kunz gratis Familienforschung im Stadtarchiv. Tritt die neue Gebührensatzung in Kraft, muss er für Auskünfte der Mitarbeiter oder Kopien bezahlen. Das letzte Wort in dieser Sache hat der Stadtrat, der Ende Januar hierzu entscheidet. Bild: Hartl
"Städtische Leistungen sind etwas wert", stellte SPD-Fraktionschef Roland Richter im Finanzausschuss fest. In der Konsequenz argumentierte er, dass Bürger dafür - wie für alles andere Wertvolle auch - zahlen sollen. Das sahen die anderen Mitglieder des Finanzausschusses ähnlich. Deshalb verabschiedete das Gremium einstimmig eine Gebührensatzung für die Benutzung des Stadtarchivs. Bestätigt der Stadtrat in seiner Sitzung am Montag, 26. Januar, diese Entscheidung, tritt die Satzung in Kraft.

Stadtkämmerin Cornelia Taubmann erklärte hierzu: "Die Forderung, für Dienstleistungen Gebühren zu erheben, zieht sich durch alle Punkte im Prüfbericht." Entsprechend begrüße sie die Einführung. Ob sie sich allerdings lohnt, wollte die Stadtkämmerin nicht sagen: "Ich kann keine Aussage zur Konsolidierungswirkung machen." OB Kurt Seggewiß sprach von einer "großen Nachfrage". Sie resultiere aus dem "Topzustand, in dem sich das Archiv in Weiden befindet". "Danke an die Archivare um Petra Vorsatz, die es hüten wie ihren Augapfel."

Die Gebührensatzung sieht beispielsweise vor, für die Inanspruchnahme der Dienstleistung eines Archivmitarbeiters je nach Dauer einen Betrag zu verlangen. Orientieren wird sich die Satzung an der bayerischen Stadtarchiv-Landschaft, konkret an Einrichtungen wie in Amberg oder Straubing. Hier kostet eine Auskunft eines Archivmitarbeiters - je nach Qualifikation - zwischen 12,50 und 31 Euro pro halber Stunde. Vervielfältigungskosten gehen extra.
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