Stadtjugendring in Klausur: Neues Konzept bis Ende 2015 - Grundlagenvertrag auf Eis
Fahrplan für die Jugendarbeit

Wir wollen keinen erneuten Schnellschuss. Es ist sinnvoller, sich Zeit zu lassen, um die Jugendarbeit konzeptionell anzugehen.
Der Stadtjugendring (SJR) schiebt an: In einer sechsstündigen Klausurtagung am Sonntag erarbeiteten Vorstandsmitglieder und Mitarbeiter einen Fahrplan, an dessen Ende eine teils neue Jugendhilfeplanung für Weiden stehen soll. Ein Konzept also, das beschreibt, welche und wie viel Jugendarbeit nötig ist und wer sie leisten soll. Fertig sein soll es bis Ende des Jahres. "Die Stadt laden wir zur Mitarbeit ein", sagt Vorsitzender Tobias Reichelt. "Aufgaben, die sie für besonders wichtig hält, kann sie uns gerne mitteilen."

Die Arbeit an einem neuen Grundlagenvertrag zwischen Stadt und Jugendring - vom Stadtrat abgesegnet und eigentlich bis Juli terminiert - soll solange auf Eis liegen. Dafür will Reichelt nun zunächst bei Jugendamtsleiterin Bärbel Otto, in der nächsten Woche auch bei den Stadtratsfraktionen um Verständnis werben. Ursprünglich wollte der Stadtrat in der Juli-Sitzung sowohl über den Grundlagenvertrag (und damit über die strittige vierte Stelle im Jugendzentrum) als auch den künftigen Träger des Schülercafés entscheiden. Den ersten Beschluss müsste das Gremium dann unabhängig vom zweiten fassen. "Unsere Entscheidung steht ohnehin", erinnert Reichelt: "Weder beteiligen wir uns an der Ausschreibung des Schülercafés, noch haben wir sonstwie vor, es zu übernehmen." Den neuen "Teilplan der Jugendhilfeplanung" will der SJR ergebnisoffen angehen, zunächst mit einer Bestandsaufnahme, welche Angebote es für Jugendliche in Weiden gibt und wer dafür verantwortlich zeichnet.

Bei einer Klausurtagung im August wollen die Vorstandsmitglieder einen ersten konkreten Entwurf austüfteln. Aus der künftigen Aufgabenbeschreibung soll hervorgehen, wie viel Personal der Jugendring vorhalten muss. Bei der Arbeit am Konzept hilft ihm der Bayerische Jugendring. Dessen Justiziarin Dr. Gabriele Weizmann beriet die Weidener auch schon bei der Klausur am Sonntag.
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