Stadträte stehen zu Senioren

Immer proppenvoll ist die Max-Reger-Halle beim Seniorennachmittag der Stadt Weiden. Um die Veranstaltung auch künftig durchführen zu können, müssen weitere Sponsoren gewonnen werden. Bild: Götz

Die Stadt muss sparen. Darum soll alles auf den Prüfstand. Vom Finanzausschuss geprüft und für gut befunden wurde der Seniorennachmittag. Dessen Defizit liegt inzwischen bei über 4100 Euro. Nun sollen - neben der Volksbank - weitere Sponsoren helfen.

Stadtkämmerin Cornelia Taubmann vollzog den Auftrag aus den Haushaltsberatungen. Sie stellte im Finanzausschuss eine Vielzahl von Veranstaltungen zur Disposition: auch den Seniorennachmittag. Ihn bezeichnete Oberbürgermeister Kurt Seggewiß als das alljährliche "Highlight" für die älteren Mitbürger. Seggewiß plädierte für die Fortführung und empfahl, "weiter an der Sponsorenschraube zu drehen, Spenden zu sammeln und dadurch das Defizit zu senken".

"Wir haben bereits einen guten Sponsor", betonte SPD-Fraktionsvorsitzender Roland Richter: Die Volksbank engagiere sich seit Jahren mit jeweils 2500 Euro. Die Hauptkosten verursache die Miete der Max-Reger-Halle. Deshalb schlug Reinhard Meier (Bürgerliste) vor, künftig ins günstigere Haus der Evangelischen Gemeinde oder in die Mehrzweckhalle zu gehen.

Defizit deckeln

Einig waren sich schließlich die Stadträte aller Fraktionen, das Defizit zu deckeln. Dies war auch die Bedingung von CSU-Fraktionsvorsitzendem Wolfgang Pausch. Die Stadt müsse in sehr vielen Bereichen schmerzliche Eingriffe und Kürzung vornehmen. Da könne ein Seniorennachmittag nicht außen vor bleiben. "Wir dürfen in unserem Sparwillen nicht nachlassen, sondern müssen über alles reden, was nicht zu unseren Pflichtaufgaben gehört."

Wohl zum letzten Mal können Augustinus-Gymnasium (Defizit 14 000 Euro), Gustav-von-Schlör-Schule (14 000 Euro) sowie die Gustl-Lang-Schule (6000 Euro) ihre Abschlussveranstaltungen in der teuren Max-Reger-Halle feiern. Und dies auch nur, weil die Reservierungen stehen und der Halle bei einer Absage Einnahmeausfälle drohten, wie Pausch befürchtete.

Die neue FOS/BOS biete selbst grandiose Bedingungen "für dann eben zwei Abi-Feiern", sagte Roland Richter, der sich für einen sofortigen Umzug der Veranstaltungen aussprach. OB Kurt Seggewiß wünschte einen "weichen Übergang". "Ich hab' keinen Schaden genommen, weil wir 1977 das Abi-Zeugnis stehend in der Kepler-Turnhalle erhalten haben." Mit 6:5 entschied der Finanzausschuss, dass die drei Schulen in diesem Jahr die Max-Reger-Halle noch nutzen können.
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