Stadtrat a.D. Helmut Ruhland spricht am Totensonntag über Weltkriegserfahrungen
KZ-Häftling am Straßenrand

Die Siedlergemeinschaft Moosfurt gedachte am Gedenkstein der Verstorbenen der beiden Weltkriege. Bild: kzr
Um sie dem Vergessen zu entreißen, gedachten die Männer und Frauen der Siedlergemeinschaft Moosfurt am Totensonntag der Verstorbenen durch Terror, Naturkatastrophen und der beiden Weltkriege. Dazu versammelten sich viele Bürger am Gedenkstein in der Siedlung. Die Ansprache hielt Stadtrat a.D. Helmut Ruhland. Er sagte, dass sich im Mai das Kriegsende sich zum 70. Mal jährte, seitdem gibt es Frieden in Europa.

Prägender Halt

"Dieser Friede wurde uns aber nicht in den Schoß gelegt. Er musste hart erarbeitet werden." Ruhland wurde vor dem Zweiten Weltkrieg geboren, erlebte ihn daher hautnah. "Ich fuhr 1944 mit dem Zug als Siebenjähriger mit meiner Mutter nach Vohenstrauß zu meinen Großeltern. Als der Zug in Grafenreuth hielt, lag neben dem Gleis ein erschossener Häftling aus dem KZ Flossenbürg. Dieses Bild ist noch immer in mein Gedächtnis eingebrannt." Gerade diese Erinnerungen in Verbindung mit dem Gedenken an die damaligen Opfer seien ein Auftrag, sich für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit einzusetzen. Nur wer die Vergangenheit kenne, habe eine Zukunft. Er erinnerte an Terroranschläge, Naturkatastrophen, Hungersnöte, Bürgerkriege und die Flüchtlingsströme nach Europa. Nach einem Gedicht legte Ruhland mit der Vorsitzenden Edith Schimandl als Zeichen der Erinnerung und der Mahnung einen Kranz am Gedenkstein nieder.
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