Stadtrat: Montag bleibt Sitzungstag

Wenn die Gemüter im Stadtrat schneller erhitzen als ein Wasserkocher, könnte es sich um eine Art Lagerkoller handeln. Meint zumindest OB Kurt Seggewiß - mit Verweis auf den Terminplan der Räte an den betreffenden Montagen: 13 Uhr Fraktionssitzung. 15 Uhr Stadtratssitzung. Heißt: "Sieben Stunden am Stück reden, reden, zuhören, und, und, und." Probleme würden erst in der Fraktion, dann im großen Gremium gewälzt. "Das gehört sich entzerrt", findet Sitzungsleiter Seggewiß. Wenigstens eine Nacht sollte man über die Angelegenheiten schlafen können. Am Montag wollte der Rathauschef daher die Räte über eine Neuerung informieren: Ab nächstem Jahr würden Stadtratssitzungen mittwochs stattfinden.

Dazu kommt es nicht. Denn während Seggewiß im Urlaub weilte, fand Bürgermeister Jens Meyer zusammen mit den Fraktionsvorsitzenden zu einem Kompromiss: Die Stadtverwaltung stellt den Fraktionen die Sitzungsunterlagen früher zu, so dass diese bereits eine Woche vor den Stadtratssitzungen in den "normalen" Fraktionssitzungen vorberaten werden können. Die Frist für Anträge verschiebt sich entsprechend. Auf diese Weise kann der Stadtrat weiterhin montags tagen. Da der OB als Sitzungsleiter solche Modalitäten festlegt, bedurfte diese Lösung nicht der Zustimmung des Gremiums. Seggewiß bat dennoch um eine Geste - und bekam sie auch. Sein Schlusswort: "Danke fürs Nicken."
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